Der Tag nach dem Sturmtief Friederike in Waldeck-Frankenberg

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Sturmtief Friederike hat auch den Frankenberger Wildpark heimgesucht. Zahlreiche Bäume sind umgeknickt und haben unter anderem beträchtliche Schäden an den Zäunen verursacht. Aus Sicherheitsgründen und um die nötigen Aufräumarbeiten durchführen zu können, ist der Park darum voraussichtlich bis einschließlich kommenden Mittwoch, 24.01.2018 geschlossen. „Die Sicherheit der Bevölkerung geht natürlich vor“, wirbt Bürgermeister Heß um Verständnis (Mehr dazu am Textende).

Das bereits im Vorfeld angekündigte Sturmtief Friederike hat viele Schäden in Waldeck-Frankenberg verursacht. Die Bahnstrecken Brilon-Korbach-Frankenberg bleiben gesperrt bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind. der Wildpark in Frankenberg muss voerst geschlossen bleiben.

Waldeck-Frankenberg. Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm Friederike laufen in Waldeck-Frankenberg. Im Öffentlichen Personennahverkehr gibt es weiterhin viele Probleme wegen der Sturmschäden und umgestürzten Bäumen auf Straßen und Gleisen. 45 Alarmierungen allein von der Leitstelle des Landkreises waren während des Sturms zu verzeichnen. (Hier die vorangegangene Meldung)

Doch die Feuerwehren mussten weitaus häufiger ausrücken. So berichtet beispielsweise die Feuerwehr Diemelsee, dass das angekündigte Sturmtief „Friederike“ enorme Spuren in der Großgemeinde Diemelsee hinterlassen hat. Gegen 14 Uhr kam die Anweisung der Leitstelle Waldeck-Frankenberg einige Feuerwehrhäuser zu besetzen und die Einsätze selbständig abzuarbeiten. In Diemelsee wurde dies in Adorf, Deisfeld, Heringhausen, Ottlar und Wirmighausen umgesetzt.

Insgesamt wurden von den rund 50 Einsatzkräften 16 Einsätze bis 19 Uhr bearbeitet. In die Einsätze waren außerdem die Wehren aus Flechtdorf und Vasbeck eingebunden. Hauptsächlich wurden Bäume von Straßen entfernt, soweit es im Rahmen der bestehenden Gefahr möglich war. Einige Straßen mussten deswegen vollständig gesperrt werden. Hessen Mobil kümmert sich heute (19. Januar 2018), darum, diese Streckenabschnitte von den Bäumen zu befreien.

Aufräumungs – und Reparaturarbeiten auf Straßen und Gleisen

Da jetzt die meisten Aufräumungs – und Reparaturarbeiten auf Straßen und Gleisen stattfinden, muss in Nordhessen weiterhin mit Einschränkungen und Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr gerechnet werden. Hinzu kommt Eis- und Schneeglätte, die besonders in den Höhenlagen den Linienbussen erhebliche Probleme bereiten. Zurzeit sind noch verschiedene Eisenbahnstrecken in Nordhessen gesperrt, so dass dort der Zugverkehr gar nicht oder nur eingeschränkt bzw. ersatzweise mit Bussen möglich ist. Betroffen sind die Strecken: Korbach – Frankenberg, Korbach – Brilon, Kassel – Hofgeismar, Kassel – Eichenberg, Kassel – Göttingen, Bebra-Göttingen,  Kassel – Altenbeken, Treysa – Marburg, Kassel – Halle. Nach Auskunft der DB wird damit gerechnet, dass dort der Betrieb im Laufe des Tages wieder aufgenommen werden kann. Allerdings hängt das von der Dauer der Aufräumungsarbeiten ab, teilt .

Fotostrecke: Was Sturmtief Friederike in Waldeck-Frankenberg anrichtete

Sturmtief Friederike schlug einen Scheise durch einen Wald bei Vöhl-Thalitter.
Sturmtief Friederike schlug eine Schneise durch einen Wald bei Vöhl-Thalitter. © Foto: rff
Sturmtief Friederike schlug einen Scheise durch einen Wald bei Vöhl-Thalitter.
Sturmtief Friederike warf diesen Baum auf das Haus in Vöhl-Thalitter. © Foto: rff
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Abgerissenes Dach auf der Anhöhe zwischen Korbach-Helmscheid und Diemelsee-Flechtdorf. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Hier fehlt das Dach. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Hier fehlt das Dach. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Abgerissenes Dach auf der Anhöhe zwischen Korbach-Helmscheid und Diemelsee-Flechtdorf. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Zerstörte Feldscheune zwischen Korbach-Helmscheid und Diemelsee-Flechtdorf. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Zerstörte Feldscheune zwischen Korbach-Helmscheid und Diemelsee-Flechtdorf. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Sturmtief Friederike warf auch diesen Wohnwagen um. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Sturmtief Friederike warf auch diesen Wohnwagen um. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Sturmtief Friederike warf auch diesen Wohnwagen um. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Sturmtief Friederike warf auch diesen Wohnwagen um. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Zerstörte Feldscheune zwischen Korbach-Helmscheid und Diemelsee-Flechtdorf. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Abgerissenes Dach auf der Anhöhe zwischen Korbach-Helmscheid und Diemelsee-Flechtdorf. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Sturmtief Friederike warf auch diesen Wohnwagen um. © Foto: Jannik Benke
Bilder nach dem Sturmtief Friederike aus Waldeck-Frankenberg
Hier fehlt das Dach. © Foto: Ja nnik Benke

Derzeit liegendem NVV vor allem im ländlichen Bereich abseits der Hauptstraßen Meldungen zu Fahrtausfällen von Bussen vor. Zudem sind einige Strecken aufgrund umgestürzter Bäume heute noch nicht wieder befahrbar. Der NVV geht davon aus, dass sich die Lage im Laufe des Tages auf den Straßen entspannt und die Linienwege wieder genutzt werden können. Grundsätzlich versuchen die eingesetzten Fahrerinnen und Fahrer alles zu tun, um die Fahrgäste an die gewünschten Ziele zu bringen. Jedoch wird immer abgewogen, ob es wirklich sicher erreicht werden kann. Daher bittet der NVV um Verständnis dafür, wenn Busse nicht weiterfahren und aus Sicherheitsgründen die Fahrt beenden bzw. nicht starten.

Fahrgästen, die heute unterwegs sein müssen, empfiehlt der NVV die gewünschten Reisemöglichkeiten aktuell zu überprüfen. Dafür stehen die Fahrplanauskünfte im Internet unter www.nvv.de oder www.bahn.de zur Verfügung. Weitere Infos sind auch über das NVV-ServcieTelefon 0800-939-0800 (gebührenfrei) zu erhalten.

Wildpark Frankenberg ist aufgrund von Sturmschäden vorläufig geschlossen

Sturmtief Friederike hat auch den Frankenberger Wildpark heimgesucht. Zahlreiche Bäume sind umgeknickt und haben unter anderem beträchtliche Schäden an den Zäunen verursacht. Aus Sicherheitsgründen und um die nötigen Aufräumarbeiten durchführen zu können, ist der Park darum voraussichtlich bis einschließlich kommenden Mittwoch, 24.01.2018 geschlossen. „Die Sicherheit der Bevölkerung geht natürlich vor“, wirbt Bürgermeister Heß um Verständnis, dass das attraktive Ausflugsziel vorläufig geschlossen werden musste. Der durch Regen und Schnee aufgeweichte Boden, die Schneelast auf den Bäumen und der Wind sind aktuell noch drei Faktoren, von denen Gefahr ausgeht. Weitere Bäume könnten umstürzen. „Wir müssen erst sichergehen, dass keine Bäume mehr lose sind. Und auch die Verkehrssicherheit auf den Wegen muss gegeben sein“, so Heß weiter. Dafür müssen zunächst die umgestürzten Bäume entfernt werden. Die Aufräumarbeiten laufen bereits seit Donnerstag. Vor allem die beschädigten Gatter wurden notdürftig repariert, um ein Ausbrechen der Tiere zu verhindern. Spaziergänger in den umliegenden Waldstücken sind zur Vorsicht aufgerufen. Auch hier besteht weiter die Gefahr durch umstürzende Bäume. Weitere Schäden durch das Sturmtief sind vor allem in den höhergelegenen Bereichen des Stadtgebietes entstanden. Auf einigen Frankenberger Friedhöfen sowie auf dem Burgberg sind Bäume umgestürzt und behindern Besucher. Eine akute Gefahr besteht in diesen Bereichen aber nicht.

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