Nachtfahrverbot & Wirtschaft

Waldeck-Frankenberg. Landrat Dr. Reinhard Kubat fordert eine unbrokratische Ausnahmeregelung vom Nachtfahrverbot auf der B 252. In einem Schreib

Waldeck-Frankenberg. Landrat Dr. Reinhard Kubat fordert eine unbrokratische Ausnahmeregelung vom Nachtfahrverbot auf der B 252. In einem Schreiben an den Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch hat der Kreishauschef seiner Sorge darber Ausdruck gegeben, dass die seit dem 15. Mrz geltende antragsgebundene und gebhrenpflichtige Ausnahmepraxis dem Wirtschaftsstandort Waldeck-Frankenberg erheblichen Schaden zufgen knnte.Wenn fr jeden LKW und jede einzelne Fahrt ein kostenpflichtiger Antrag gestellt werden muss, konfrontiert das unsere heimische Wirtschaft mit erheblichen, ja beinahe unlsbaren logistischen Problemen, so Kubat. Gerade die groen Unternehmen wie Viessmann oder Conti, aber auch die Speditionen bentigen flexible Lsungen, um vorausschauend und effizient planen zu knnen.

Gefhrdet sieht der Landrat auch die Plne der nordwaldeckischen Kommunen, sich als gemeinsamer Logistikstandort zu etablieren. Jede Einschrnkung des Straenverkehrs bedeute hier einen herben Rckschlag. Ich habe groe Sorge, dass unserem Landkreis einen struktureller Schaden zugefgt wird, der uns auf lange Sicht isoliert, befrchtet der Landrat. Wir haben verkehrstechnisch ohnehin schon Standortnachteile gegenber den Ballungszentren Rhein-Main im Sden und Ruhrgebiet im Westen, die wir bislang durch intensive Anstrengungen und Kreativitt ausgleichen konnten. Weitere Belastungen knne man am Standort Waldeck-Frankenberg nicht mehr hinnehmen. Er untersttze daher uneingeschrnkt die Anstrengungen der heimischen Wirtschaft, eine flexible Handhabung der Ausnahmeregelung vom Nachtfahrverbot zu erreichen.

Das Nachtfahrverbot an sich sei eine richtige und gute Entscheidung gewesen, da es die Menschen entlang der betroffenen Strecken entlaste und ihnen die Gewissheit gebe, dass sich die Politik um ihre Belange kmmert. Die schutzwrdigen Interessen der Anwohner und die berechtigten Anliegen der heimischen Wirtschaft mssten jedoch zu einem gerechten, fr beide Seiten akzeptablen Ausgleich gebracht werden. Eine Mglichkeit dazu ist nach Ansicht des Landrats die Einfhrung regelmiger LKW-Kontrollen in enger zeitlicher Frequenz. Dies werde einem Missbrauch der Ausnahmeregelungen vorbeugen.

Um eine dauerhafte Lsung der Verkehrsprobleme zu erreichen bentigen wir jedoch eine konzertierte Aktion von Politik, Wirtschaft und allen relevanten gesellschaftlichen Krften, so der Landrat. Ein umfassender Lsungsansatz muss sowohl die konomischen als auch die kologischen Erfordernisse bercksichtigen. Am vertrglichsten sind nach Auffassung Kubats Ortsumgehungen, die den Verkehrsfluss beschleunigen, ohne die innerrtlichen Lagen zu belasten. In gemeinsamer Anstrengung msse man daher versuchen, entsprechende Vorhaben bei der Fortschreibung des zuletzt 2003 genderten Bundesverkehrswegeplanes in der Rubrik Vordringlicher Bedarf unterzubringen, die eine zeitnahe Realisierung ermgliche. Der Landrat hlt es vor diesem Hintergrund fr notwendig, im Vorfeld der Fortschreibung eine regionale Planungskonferenz einzuberufen, um die Interessen und Forderungen zu koordinieren und zu bndeln.

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