Neuer Vorstand muss Naturschutz, Landwirtschaft und Politik unter einen Hut bringen

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Der Landschaftspflegeverband leistet sich einen 15-köpfigen Vorstand mit Mitgliedern aus den Bereichen Landwirtschaft, Politik und Naturschutz. Matthias Stappert steht an der Spitze des Verbandes.

15 Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft und Politik sitzen im Vorstand des neuen Landschaftspflegeverbandes für Waldeck-Frankenberg.

Korbach. Matthias Stappert steht an der Spitze des mit 200.000 Euro geförderten Landschaftspflegeverbandesfür Waldeck-Frankenberg. Seine Aufgabe wird es künftig sein, die verschiedenen Interessen aus Naturschutz, Landwirtschaft und Politik unter einen Hut zu bringen und die Vorstandsarbeit handlungsfähig zu halten.

Schließlich sitzen 15 Mitglieder aus drei Lagern im Vorstand. Den Naturschutz vertreten Wolfgang Lehmann, Robert Jäger, Ingrid Rochlitz, Herbert Ruhwedel und Karl-Hermann Svoboda. Auf Seiten der Landwirtschaft stehen Matthias Eckel, Stephanie Wetekam, Martin Vollbracht, Karsten Steuber und Tanja Schnell. Die politische Kraft bilden Volker Becker, Matthias Stappert, Björn Brede, Rainer Paulus und Jürgen Vollbracht.

Gemeinsam wollen sie Naturschutzmaßnahmen koordinieren und Kulturlandschaften erhalten. Neben dem Vöhler Bürgermeister gibt es zwei Stellvertreter: der stellvertretende Kreislandwirt Martin Vollbracht und Wolfgang Lehmann vom Nabu Kreisverband Waldeck-Frankenberg. Als Kassenprüfer wurden Heinz-G. Schneider und Gertmann Sude für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Für den Erhalt, die Pflege und die Weiterentwicklung der Landschaft im Landkreis will der Verband zunächst mehr Fördermittel gewinnen und koordinieren. Außerdem sollen weitere Mitglieder für die Verbandsarbeit gewonnen werden.

Landwirtschafts-Dezernent Friedrich Schäfer: „Als flächengrößter Landkreis gilt es, weitläufige Flächen zu pflegen Kulturlandschaften zu erhalten und einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten – insbesondere auch unter Beachtung der Natura 2000, einem EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten.“

Ziel ist auch Landwirte und Flächennutzer zu unterstützen und beraten. Dabei werde eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kommunen, Verbänden und allen Behörden angestrebt, lautet die Pressemitteilung. Der Verband versteht sich als Servicedienstleister – für die Landwirtschaft, den Umweltschutz, aber auch für Kommunen. Dies ist auch dem ersten Vorsitzenden Matthias Stappert wichtig: „Wir können unsere gemeinsamen Ziele nur erreichen, wenn wir zusammenarbeiten. Mit der Gründung des Verbandes ist ein wichtiger Grundstein dafür gelegt.“

In der kommenden konstituierenden Sitzung will der Vorstand die weitere Vorgehensweise und Themen festlegen.

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