Neue Falle lauert hinter dem Bildschirm

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Waldeck-Frankenberg. Das für Internetkriminalität für den Bereich Nordhessen zuständige Kommissariat ZK 50 bearbeitet derzeit über ein Dutzend St

Waldeck-Frankenberg. Das für Internetkriminalität für den Bereich Nordhessen zuständige Kommissariat ZK 50 bearbeitet derzeit über ein Dutzend Strafanzeigen über neue Betrugsmaschen im Internet, bei denen die Täter sich insbesondere zur Tatbegehung der sozialen Netzwerke bedienen.

Facebook-Profil kopiert

In den zur Anzeige gebrachten Fällen hatten es die Täter auf jugendliche Facebook-Nutzer abgesehen. Die Vorgehensweise der Täter ist nach Angaben der Fachleute vom ZK 50 immer dieselbe: Die Täter "kopieren" das Facebook Profil eines Facebook-Nutzers, also erstellen ein neues Profil mit demselben Namen und Profilbild des Jugendlichen.

Vorsicht, wenn dein Freund angeblich seine Handynummern verliert!

Über dieses kontaktieren sie die Freunde des echten Users, geben an, alle Handynummern verloren zu haben und fragen nach diesen. Auf die Auskunft bekommen die Opfer eine oder mehrere SMS einer unbekannten Nummer mit Zahlencodes. Der vermeintliche "Freund" bittet, auf die SMS einfach nur mit dem gerade erhaltenen Zahlencode zu antworten.

Sobald die ahnungslosen Opfer dies tun, wird Geld, zumeist 30 Euro, dem Handykonto des Opfers belastet. Oft wiederholt der "Freund" dieses Vorgehen mehrmals und jede Antwort-SMS kostet wieder Geld. In manchen Fällen konnten die Betrüger mit solchen Mehrfach-SMS-Rücksendungen die Handy-Rechnung bis zu einem dreistelligen Betrag in die Höhe treiben.

Bei einem jüngsten Fall vom vergangenen Wochenende wurden mit dieser Masche allein in einem Fall 400 Euro erlangt. Nach Auskunft der Ermittler des Kommissariats ZK 50 war bei den über Dutzend Taten in Nordhessen ein Schaden von etwa 2.000 Euro entstanden. In allen Fällen bislang handelt es sich um türkischsprachige Opfer, die gezielt auf Türkisch angeschrieben worden waren.

Als SMS-Zahlungsdienste wurden die Firmen ZONG und BOKU in Anspruch genommen. Die gefälschten Internet-Facebook-Seiten wurden anschließend wieder gelöscht.

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