Neue Regel für 1,15 Meter Pegel

Edersee. Bei der Bewirtschaftung des Edersees soll auch in sehr trockenen Jahren für die Oberweser vorerst ein dauerhafter Pegelstand von mindestens

Edersee. Bei der Bewirtschaftung des Edersees soll auch in sehr trockenen Jahren für die Oberweser vorerst ein dauerhafter Pegelstand von mindestens 1,15 Metern ermöglicht werden.

Das ist das Ergebnis des dritten Behördengesprächs zur Bewirtschaftung der Edertalsperre, das im Regierungspräsidium Kassel stattfand. Das zuletzt favorisierte Modell regelte die Anzahl der Wochentage, in denen Wasser aus dem Edersee abgelassen werden sollte. Dabei sollte an vier Tagen (Donnerstag bis Sonntag) ein Weser-Pegelstand von 1,20 Meter gewährleistet und an den restlichen drei Tagen sollte das Wasser im Edersee zurückgehalten werden.

Doch wegen befürchteter "erheblichen Auswirkungen für die Schifffahrt auf der Oberweser" musste nun nachverhandelt werden. Damit gehen die Bedürfnisse der Schifffahrt auf der Oberweser ein weiteres Mal vor und es wird mehr Wasser abgelassen, als beim vorherigen Gespräch angedacht.

Kahl fordert flexibles Vorgehen

Einen flexiblen und schonungsvollen Umgang mit dem Wasser des Edersees im Interesse des Tourismus und der Anliegerkommunen hat der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl gefordert.

Derzeit ist der Edersee gut gefüllt. Daher ist die Talsperrenverwaltung gefordert, nunmehr nicht in größerem Maße Wasser abzugeben, weil nach dem Kalender noch angeblich Stauraum vorgehalten werden müsse. "Die Wetterprognosen sind heute so gut entwickelt, dass eine wetterunabhängige Vorhaltung von Stauraum nach dem Kalender nicht mehr sein sollte", unterstrich der Abgeordnete. Ein zeitlich früheres Erreichen des Vollstaus ist bei längeren Trockenperioden auch zu verantworten.

Flexibilität ist nach Auffassung des Abgeordneten bei der Bewirtschaftung des Edersees wichtiger als starre Regeln. "Beim jetzigen Stand des Wasserspiegels können die Verantwortlichen zeigen, dass sie auch im Interesse der Ederseeregion einen sorgsamen Umgang mit dem Wasser praktizieren", unterstrich der SPD-Abgeordnete und ergänzte. "Die Steuerung des Wasserspiegels des Edersees ist ganz besonders im Frühjahr von entscheidender Bedeutung, um im Sommer im Interesse des Fremdenverkehrs möglichst lange und ausreichend Wasser vorhalten zu können."

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