Neue Stolpersteine

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Bereits in Bad Wildungen verlegte Stolpersteine. Foto: Grötecke

Bad Wildungen. Auf Wunsch der Familie Buchheim werden weitere Steine in Bad Wildungen verlegt.

Bad Wildungen. 77 "Stolpersteine" erinnern bislang an die ehemaligen jüdischen Einwohner Bad Wildungens, die in der NS-Zeit aus ihrer Heimatstadt vertrieben und ermordet wurden. Am 4. September erfolgt die Verlegung von vier weiteren Steinen. Sie geht zurück auf den Wunsch der Familie Buchheim aus den USA. Drei Mitglieder dieser Familie reisen eigens aus den USA zur Verlegung an. Interessierte sind eingeladen, an der Verlegung teilzunehmen. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr vor dem Haus Brunnenstraße 3 ("Kaffeemühle").

Unter dieser Adresse führte Willy Buchheim ein Geschäft für Bettwäsche und Nähmaschinen. Er wurde mit seiner Familie 1939 aus der Badestadt vertrieben und floh nach Südamerika. Sein Sohn Gerd kann sich noch gut erinnern, wie er als Kind regelmäßig in die ehemalige, 1938 zerstörte Synagoge ging. Die Familie möchte mit den Stolpersteinen ihre Vorfahren ehren und hofft, dass auch ihre Kinder später zu diesen Steinen zurückkehren werden.Im Anschluss an die Verlegung stehen die Buchheims im Stadtmuseum, Lindenstraße 9, für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung. Außerdem spielt das Ehepaar Häusler aus Guxhagen bekannte jiddische Lieder.

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