Neuer Ärztlicher Direktor und neue Strukturen am Stadtkrankenhaus Korbach

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Der erfolgreiche Dr. Arved-Winfried Schneider wird nun zum 1. Juli 2018 hauptamtlich „Ärztlicher Direktor“.

Das Stadtkrankenhaus Korbach stellt neue Weichen für die Zukunft. Ein neuer hauptamtlicher „Ärztlicher Direktor“ und die neue Organisation der größten Abteilung in der Hessenklinik sollen nun den Weg bereiten, damit sich die Stadtklinik weiter im unruhigen medizinischen Markt behaupten kann.

Korbach. Als medizinischer Grundversorger in kommunaler Hand hat sich das Stadtkrankenhaus Korbach als eines der wenigen in Hessen bisher erfolgreich behaupten können. Es gibt aktuell noch eine handvoll ähnlicher Häuser. Rote Zahlen konnten hier vermieden werden und das soll auch so bleiben. „Schließlich tragen die Bürger der Stadt das finanzielle Risiko“, betont Klaus Friedrich. Die Sicherung der medizinischen Versorgung ist Zukunftssicherung und gehört in den Augen des Bürgermeisters zur sozialpolitischen Verantwortung. Weder eine Privatisierung noch eine Konzentration auf lukrative Bereiche und damit verbundene Kürzungen seien erstrebenswert. „Hier sollen auch künftig noch Babys geboren werden und wir wollen das know-how ausbauen.“

Die bisherige Strategie gibt dem Bürgermeister recht und die geschickte Geschäftsführung hat bisher alle Gesundheitsreformen wegstecken können. Seit Einführung der Fallpauschalen haben sich die stationären Aufenthalte von Patienten immer mehr verkürzt. Ebenso sanken die Erträge. „Neben Innovationen, die ich nicht verheimlichen will, brachte dies aber auch das medizinische Personal an den Rand des Erträglichen“, beschreibt Geschäftsführer Jostes die Situation.

Die Hessenklinik hat zeitig gegensteuert und seitdem immer mehr Patienten behandelt, mehr Leistungen angeboten. Waren es 2001 noch 3.500 Patienten in der Medizinischen Klinik, so stieg deren Zahl stetig bis auf 5.700 in 2017. Das sind rund die Hälfte aller Patienten, die das Stadtkrankenhaus im vergangenen Jahr betreute. Für die Abteilung „Medizinische Klinik“ bedeutete dies zuletzt 5 Prozent mehr Patienten und 10 Prozent mehr Umsatz. Zahlen die den bisherigen Leiter Dr. Arved-Winfried Schneider freuen. „Allerdings ist nun das Limit erreicht. Mehr Patienten gibt es im Einzugsbereich nicht“, so Jostes. Deshalb muss nun reagiert werden.

Der erfolgreiche Dr. Arved-Winfried Schneider wird nun zum 1. Juli 2018 hauptamtlich „Ärztlicher Direktor“. „Seine“ Abteilung, die Medizinische Klinik wird in vier Abteilungen aufgesplittet: Gastroenterologie, Kardiologie, Geriatrie sowie die zusammengefasste Hämatologie/Onkologie/Palliatvmedizin. Damit können sich diese Bereiche eigenständig entwickeln.

Angedacht ist nach und nach die Chefärzte für diese Bereiche als Leiter zu präsentieren. Bereits am 15. Februar will die Klinik zuerst den Chefarzt für die Geriatrie vorstellen.

Der neue Ärztliche Direktor übernimmt neben den bisherigen weitere administrative Aufgaben und soll die Klinik medizinisch weiter in die Breite und Tiefe entwickeln.

Bislang wechselten die fünf Chefärzte sich immer turnusmäßig alle zwei Jahre in der Funktion des Ärztlichen Direktors ab. Dr. Arved-Winfried Schneider hatte im Januar 2017 den Posten des Ärztlichen Leiters übernommen.

Als Ärztlicher Direktor vertritt er das Stadtkrankenhaus in den medizinischen Belangen und ist für sowohl für organisatorische wie auch für die Strukturen im ärztlichen Bereich zuständig. Er fungiert als Ansprechpartner und Bindeglied zwischen den jeweiligen Abteilungen des Korbacher Krankenhauses und ist verantwortlich für die Qualität der medizinischen Versorgung.

Die Klinik soll zwischen den großen medizinischen Zentren in Kassel und Marburg bestehen. Angedacht ist eine Diabetologie und einen Elektrophysiologie zu schaffen.

Auch als Unterstützung für die kaufmännische Geschäftsführung ist nun der Ärztliche Direktor mehr gefragt. Seine Kompetenz soll Investitionsentscheidungen einfacher machen, damit das Stadtkrankenhaus sich medizinisch weiter erfolgreich am Markt behaupten kann und die medizinische Versorgung sichergestellt bleibt.

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