Neuer Standort soll Bauernmarkt retten

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Foto: red

Korbach. Der jetzige Standort am Obermarkt liegt zu weit ab, meint die Korbacher Bürgerinitiative und möchte ihn ins "Loch" verlegen.

Korbach. Der Erhalt des samstäglichen Wochenmarktes ist den Mitgliedern der Korbacher BI für ein lebenswertes Korbach ein besonderes Anliegen. Ein funktionierender Wochenmarkt, beispielsweise wie der in Frankenberg, gibt regionalen Erzeugern die Möglichkeit, ihre frischen Produkte ohne Zwischenhandel direkt den Kunden anzubieten. Gepunktet wird dabei mit kurzen Wegen, möglichst geringem Verpackungsaufwand und dem persönlichem Bezug zu den Kunden.

Aufgrund des abseits gelegenen Standortes auf dem Obermarkt ist seit Jahren eine rückläufige Frequentierung zu verzeichnen. Neue Kunden kommen kaum dazu. Laufkundschaft fehlt fast gänzlich.

Um das endgültige Aus für den Markt abzuwenden, fordert die BI nun schnelles und entschlossenes Handeln von der Stadtverwaltung: "Obwohl das Problem um den Standort seit langem bekannt ist, wurde bisher nichts umgesetzt", so BI-Sprecher Harald Rücker. "Bürgermeister Friedrich und sein Wirtschaftsförderer sollten dem Parlament zur nächsten Sitzung geeignete alternative Standorte zur Abstimmung vorschlagen, damit dort neu in den Frühling gestartet werden kann."

Die BI präferiert als neuen Standort die Tiefebene der Fußgängerzone. Die Tiefebene (Loch) hat sich während des vierwöchigen Weihnachtsmarktes als Standort bewährt und zeichnet sich durch viel Laufkundschaft aus.

Am neuen Standort sollte man mit einer Direktvermarkter-Messe starten, um den Standort einem möglichst breiten Publikum bekannt zu machen, schlägt die BI vor.

"Um auch das vielfältige Miteinander in Korbach weiter zu unterstützen und den Markt etwas breiter aufzustellen, könnte man darüber hinaus - in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat - als integratives, kulinarisches Highlight in regelmäßigen Abständen Speisen aus anderen Ländern präsentieren", ergänzt BI-Mitglied Andy Gheorghiu.

Die BI vertritt auch die Meinung, dass mit einem neuen, besser frequentierten Standort die Öffnungszeiten ausgeweitet und dem aktuellen Kaufverhalten angepasst werden müssten.

Studien zeigen, dass sich die Einkaufszeiten samstags immer mehr in die Mittagszeit verlagern. So sollte man im Anfang versuchsweise den Wochenmarkt z.B. bis 14 Uhr geöffnet haben und könnte dann nach einem Jahr Probelauf die Zeiten der aktuellen Nachfrage anpassen.

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