Neues Management soll für weniger Bürokratie beim Bauen sorgen

Ganz ohne Akten wird es in Zukunft auch nicht gehen, aber der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese und Fachdienstleiterin Susanne Paulus setzen auf beschleunigte Genehmigungsverfahren durch direkte Gespräche der Beteiligten.
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Ganz ohne Akten wird es in Zukunft auch nicht gehen, aber der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese und Fachdienstleiterin Susanne Paulus setzen auf beschleunigte Genehmigungsverfahren durch direkte Gespräche der Beteiligten.

Um die Abwicklung von Bauanträgen in Zukunft schneller und unbürokratischer zu gestalten,  führt der Landkreis ab sofort ein neues Genehmigungsmanagement ein.

Waldeck-Frankenberg. Wenn es um Bauanträge geht, dauert das Genehmigungsverfahren der Kreisbehörden oft gefühlte Ewigkeiten. So empfinden es zumindest viele Bürgerinnen und Bürger.

Aus Sicht der Verwaltung entstehen Verzögerungen dadurch, dass häufig mehrere Abteilungen beteiligt sind und es an der Koordination hapert oder dass Unterlagen der Bauherren unvollständig sind. Wenn sich gesetzliche Vorgaben ändern, sind die Bauherren, Architekten und kommunalen Behörden oft überfordert. Um dem Genehmigungsprozess frischen Wind einzuhauchen, führt der Landkreis ab sofort ein neues Genehmigungsmanagement ein.

„Im Hochsauerlandkreis gibt es das schon seit über 20 Jahren“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, „und das äußerst erfolgreich.“ Gedacht ist das neue Verfahren bei größeren Baumaßnahmen für Industrie und Wirtschaft. Die verantwortliche Schnittstelle dafür ist bei der Leiterin des Fachdienstes Bauen, Susanne Paulus, die telefonisch kontaktiert werden kann und dann weitere Schritte veranlasst.

Kurz und unbürokratisch wird geprüft, welche Fachdienste noch beteiligt werden müssen. Gerade bei größeren Baumaßnahmen sind das neben dem Bauamt häufig der Natur- und Landschaftsschutz, der Brandschutz, die Landwirtschaft, die Verkehrsbehörde, der Wasser- und Bodenschutz oder das Gesundheitsamt. Die verantwortlichen Mitarbeiter, die beteiligt werden müssen, treffen sich als Steuerungsgruppe mit den Bauherren und koordinieren im direkten Gespräch die weiteren Schritte.

Und das ist das Neue: Direkter Blickkontakt, statt langem Schriftwechsel. Ziel der Maßnahmen ist Beschleunigung und verbesserter Service. Die Verantwortlichen streben an, auf einen Antrag bei vollständiger Aktenlage zukünftig in 10 Tagen reagieren zu können.

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