Neues Gesicht für die Uferstraße: Großprojekt in Frankenberg startet

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Planskizze zeigt den Maßnahmenraum des Projekts.

Attraktiver, sicherer und barrierefrei sollen die Umbaumaßnahmen den Bereich rund um die Uferstraße entlang der Eder in Frankenberg machen.

Frankenberg - Ein gutes Jahr geben sich die Verantwortlichen Zeit, dann soll der Großteil der Umbaumaßnahmen an der Uferstraße pünktlich zum 775-jährigen Stadtjubiläum und der Europeade im Juli 2019 abgeschlossen sein. Ein straffer Zeitplan also für das Projekt, das im Haushalt mit 6,65 Millionen Euro Investitionskosten veranschlagt ist.

Frankenberg geht in puncto Attraktivität in die Offensive. Während zum Jahresbeginn das BID-Projekt gestartet ist, dass sich mit der Belebung des Einkaufsbereichs in der Neustadt auseinandersetzt (der Eder-Diemel Tipp berichtete), steht nun zusätzlich die Umgestaltung des angrenzenden Bereichs zur Eder hin auf dem Plan. Dabei spielen neben dem Attraktivitätsfaktor auch Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Tourismus und Umweltschutz in die Planungen hinein. Das sind die größten Veränderungen:

Das Bild der Uferstraße wird sich grundlegend ändern. Zwar bleibt die Anzahl an Parkmöglichkeiten – es wird 105 Parkplätze geben – sie werden aber zukünftig beidseitig der Fahrbahn angeordnet sein. Ebenfalls eine große Änderung wird die Absenkung der Uferstraße um 1,8 Meter darstellen. So wird es zukünftig barrierefrei und ebenerdig möglich sein, von der Straße aus in den neu angelegten Ederuferpark zu gelangen. Insgesamt werden dafür rund 16.000 Quadratmeter Grünflächen angepasst und umgestaltet.

An der Einmündung Uferstraße/ Ederstraße/ Wilhelmstraße wird die Ampelschaltung geändert und ein Fußgängerüberweg in der Ederstraße eingerichtet. Diese Verkehrsführung dient der Sicherheit der Schüler von Edertal- und Ortenbergschule, die mit der Bahn an der Haltestelle an- und abfahren. Bisher müssen die Kinder die Wilhelmstraße ungesichert überqueren.

An der Einmündung Uferstraße/ Kanton-Brou-Straße entsteht ein Kreisverkehr, der ebenfalls einen Anschlussarm zur Bremer Straße hat. Dabei wird sowohl der Rad- als auch Fußgängerverkehr mit eingebunden. Die rundumverlaufende Gehweganlage sichert die fußläufigen Verkehre.

Zur Überquerung des Walkegrabens ist eine neue Fuß- und Radwegbrücke geplant. Sie wird in Verlängerung des Aufgangs zur Fußgängerzone angelegt. Mit der Errichtung eines Fahrstuhlturms am Parkhaus (Maßnahme in Planung, Realisierung ab 2019) entsteht dadurch eine barrierefreie Achse vom Parkplatz/ Festtagsgelände „Kleine Wehrweide“ bis in die zentrale Einkaufslage. Die Fußgängerunterführung wird aufgelöst. Durch die schräge Brückenführung ergibt sich eine längere Gradiente. Diese ermöglicht ein konstantes Längsgefälle von 3 % ohne Zwischenpodest, was die Barrierefreiheit gewährleistet.

Der Parkplatz neben dem Parkhaus zwischen der Uferstraße und der Bremer Straße bleibt erhalten. Allerdings ändert sich nicht nur die Anordnung der Parklücken, es sollen auch Parkmöglichkeiten mit entsprechenden Ladestationen für Elektro-Autos eingerichtet werden.

Renaturierung der Nemphe: Auf dem Parkplatz des Landratsamtes müssen einige Abstellgelegenheiten weichen, weil die Nemphe wieder freigelegt und ihren natürlichen Lauf zur Eder nehmen soll. Angrenzend soll eine abgeschrägte Grünfläche zur Uferstraße hin entstehen mit diversen Sitzmöglichkeiten.

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