Neues ITS-Archiv in Bad Arolsen: Gespräche im Bundeskanzleramt sollen Vorhaben beschleunigen

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Bürgermeister Jürgen van der Horst, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz und Kanzleramtsminister Helge Braun unterhielten sich im Bundeskanzleramt über den Archivneubau des ITS in Bad Arolsen.

Der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz sowie Bürgermeister Jürgen van der Horst haben gemeinsam die Gelegenheit genutzt, in Berlin für den geplanten Archivneubau des Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen zu trommeln.

Bad Arolsen/Berlin - Im Bundeskanzleramt trafen sie sich mit den maßgeblichen politischen Entscheidungsträgern Kanzleramtsminister Helge Braun sowie mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters zu einem Gespräch.

Der Internationale Suchdienst bewahrt unter internationalem Mandat für die Vermisstensuche das zentrale Archiv über die Verfolgten des NS-Regimes auf. Finanziert wird der ITS aus dem Haushalt der Beauftragten für Kultur und Medien. Der ITS macht seither die Dokumente für Angehörige zugänglich sowie seit 2007 auch für die Forschung und eine interessierte Öffentlichkeit. Er hat seit 1946 seinen Sitz in Bad Arolsen. Inzwischen wird dort ein neues Archivgebäude benötigt, in dem der historisch einzigartige Archivbestand, der zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört, konservatorisch dauerhaft aufbewahrt werden kann.

Im Rahmen der Projektentwicklung wurde zwischenzeitlich von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein erhöhter Flächenbedarf ermittelt, der eine Erweiterung des in der Jahnstraße in Bad Arolsen geplanten Bauvorhabens erforderlich macht. Im Rahmen des Gespräches wurde Einvernehmen über den weiteren Fortgang des Projektes erzielt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Die Bundesrepublik Deutschland steht zu ihren Verpflichtungen aus dem internationalen Vertrag zum Status des ITS. Das schließt ausdrücklich das Bekenntnis zum Standort in Bad Arolsen ein.“

Kanzleramtsminister Helge Braun betonte, dass die Präsenz staatlicher und auch internationaler Institutionen im ländlichen Raum ganz im Interesse der Bundesregierung liege.

Landtagsabgeordneter Armin Schwarz zieht ein positives Fazit zu dem Gesprächstermin: „Das Neubauprojekt ist bei der Kulturstaatsministerin absolut präsent und wird von ihr unterstützt. Das dürfte sich durchaus beschleunigend auf das weitere Verfahren auswirken.“

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