Neues Rathaus ist fällig

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Die Grüße des Bürgermeisters zum Jahreswechsel. Foto: red

Frankenberg optimiert seine Verwaltung. Größtes Manko ist die jetzige Gebäudestruktur. Der Bürgermeister würde gern den Standort wechseln.

Frankenberg. Die Organisation und Strukturen des Frankenberger Rathauses stehen auf dem Prüfstand. Eine Fachfirma hat die Arbeitsplätze, die Technik und die Aufgabenverteilung innerhalb der Stadtverwaltung inspiziert.

Die Experten aus Essen prüfen seit mehr als drei Jahrzehnten Verwaltungen in Deutschland auf Herz und Nieren. In Frankenberg wurde dies von der Stadtverordnetenversammlung im März 2013 beschlossen. Im vergangenen Jahr mussten die städtischen Mitarbeiter Arbeitsplatzbeschreibungen erstellen und ihre Fallzahlen belegen. Es gab Gespräche und die Mandatsträger der Stadt wurden zum Ablauf des Sitzungsdienstes interviewt.

Wie die Stadt mitteilt, gibt es nun die Ergebnisse. Wesentlich dabei ist, dass die Anzahl der städtischen Mitarbeiter sich in der üblichen Größe bewegt. Weder ist eine Personalaufstockung noch ein Personalabbau notwendig. Die Qualifikation der Beschäftigten und Beamten sei gut. Vor allem die diplomierten Fachkräfte werden adäquat und nach Qualifikation eingesetzt.

Nur der Etat für Fortbildung und weitere Qualifizierungen des städtischen Personals dürfe nicht weiter sinken. Die Frauenquote bei 58 Prozent der Stellen liege deutlich über dem Durchschnitt, dies gelte auch für die Teilzeitstellen. Der Krankenstand in der Verwaltung bewegt sich im üblichen Rahmen, attestierten die Gutachter und sehen keinen Handlungsbedarf. Die Arbeitsabläufe, Rückstände und Aufgabenüberhänge sind nicht auffällig.

Einziges Manko, was die Arbeit der Stadtverwaltung betrifft, sei die bauliche und räumliche Unterbringung der Verwaltung, die laut der Experten in mehrfacher Hinsicht ungenügend und für eine effiziente Arbeit der Verwaltung hinderlich sei. "Die Stadtverwaltung befindet sich derzeit in drei Gebäuden, die im Innern über drei Treppenhäuser und zwei Fahrstühle vertikal erschlossen werden. Die Bediensteten und auch die Bürger wissen um die Beeinträchtigungen, die sich aus dieser Gebäudestruktur ergeben. Ich bin jedoch froh, dass die Firma real-plan als untersuchendes Büro auf diesen Umstand nochmals explizit hingewiesen hat", erklärte Bürgermeister Rüdiger Heß.

"Wir wissen ja nicht erst seit der aktuellen Organisationsuntersuchung, dass die Stadtverwaltung in den drei Gebäuden am Obermarkt nicht ausreichend gut untergebracht ist...Weiterer Aspekt ist auch der energetische Zustand der drei Gebäude aus den 1960er-Jahren. So wird für die Zukunft zu prüfen sein, ob eine Verlagerung der Verwaltung in ein modernes Verwaltungsgebäude, das auch energetischen Vorgaben entspricht, unter dem Strich auf lange Sicht nicht günstiger wäre als der Erhalt und die Sanierung des dreiteiligen Stadthauses am Obermarkt."

Positiv hervorgehoben wurden jedoch die Öffnungszeiten der Verwaltung. Die Organisation des Bürgerbüros gilt laut Gutachten als "sehr gelungen".

Kosteneinsparungspotenziale ergeben sich, wenn sich alle Mitglieder der städtischen Gremien für eine Software-Lösung entscheiden und dadurch Papier, Druck-, Sortier-, Montage-, Transport- und Verteilzeit sparen. Eine deutliche Mehrheit der Stadtverordneten spreche sich für die Nutzung der Software-Lösung aus, so Heß.

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