Nicht richtig mobil

Mit seinem 80 Kilogramm schweren Rollstuhl ist einige Logistik gefragt, um wirklich mobil zu sein.Wetterburg. Ich sitze mitten in D

Mit seinem 80 Kilogramm schweren Rollstuhl ist einige Logistik gefragt, um wirklich mobil zu sein.Wetterburg.

Ich sitze mitten in Deutschland auf dem trockenen. Peter Jankowski ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sein 80 Kilo schwerer elektrischen Untersatz bedeutet fr den Behinderten Mobilitt, zumindest in seinem Wohnort Wetterburg.Darber Hinaus wird es schwierig. Alles muss Peter Jankowski akribisch planen. Doch mehr als langfristig organisierte Facharztbesuche in Kassel sind nicht drin. Spontane Ausflge kann er nicht machen, schon gar nicht am Wochenende. Dafr gibt es zu viele Fragen, die sich nicht mal eben beantworten lassen. Wann fhrt ein Niederflurbus, der ihn und seinen Rollstuhl transportieren kann? Wann gibt es die anschlieende Bahnverbindung, damit die Wartezeit so gering wie mglich ist?Bis zu einer Stunde in Klte am Bahnhof sitzen ist besonders im Winter eine Herausforderung. Und wehe beim Facharztbesuch verzgert sich etwas. Wenn ich nicht sptestens im Zug um 16.29 Uhr von Kassel-Wilhelmshhe bin, verpasse ich den letzten Bus in Klte. Dann muss er ein Taxi rufen, was sich Jankowski eigentlich nicht leisten kann. Deswegen kennt er alle Bus und Bahnverbindungen und nutzt den AST-Service so oft wie mglich. Er wei, das sich Bus und Bahn oft um Minuten verpassen und er kaum Chancen hat, lange Wartezeiten zu vermeiden.Sein Hauptproblem ist jedoch, das nicht immer Niederflurbusse auf den Linien verkehren. Auch auf das spezielle AST-Taxi, das im Einsatz ist, kann er nur bedingt zurckgreifen. Es gibt im Bereich Bad Arolsen nur ein einziges, das vom bereitstellenden Taxi-Unternehmen natrlich auch fr andere Fahrten eingesetzt wird.Von der EWF bekommt Jankowski insoweit Untersttzung, das ihm die Mitarbeiter vorher sagen knnen, um welche Uhrzeit ein Niederflurbus fhrt. Die RKH, die letztens einen Reisbus zwischen Bad Arolsen und Wetterburg einsetzte und Peter Jankowski samt Rollstuhl deswegen an der Haltestelle stehen lassen musste, habe angekndigt die Taxi-Kosten fr die Ersatzfahrt zu bernehmen. In einer Einrichtung wren wir geschtzter, wei Susan Jankowski. Doch sie und ihr Mann haben sich fr ein selbststndiges Leben entschieden, das sich aber bei den existierenden Nahverkehrsmglichkeiten grtenteils nur auf den Wohnort begrenzt.

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