Noch teure Milch?

Waldeck-Frankenberg. Auf ihrer Milchtagung in Hardehausen/Warburg haben die Milchbauern vor den Folgen eines neuerlichen Preisverfalls bei

Waldeck-Frankenberg. Auf ihrer Milchtagung in Hardehausen/Warburg haben die Milchbauern vor den Folgen eines neuerlichen Preisverfalls bei der Milch gewarnt. Sie fordern von den Molkereien und dem Handel einen Preis fr den Liter Milch, der die Kosten und die Arbeit der Erzeugung auf den Milchviehbetrieben bezahlt. Wir haben erreicht, dass die Molkereien in 2007 ber 40 Cent je Kilogramm gezahlt haben. Unsere Kosten sind weiter gestiegen, aber nun versuchen einige Molkereien, den Erzeugerpreis wieder nach unten zu drcken, beschrieb Hans Foldenhauer vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter die augenblickliche Situation. Der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) hat fr den 13. Mrz alle Molkereien nach Berlin zu einer Strategietagung eingeladen. Da soll ber Mglichkeiten gesprochen werden, den Milchmarkt gemeinsam zu gestalten, um den Milcherzeugern kostendeckende Mindestpreise zu ermglichen. Ein solcher Preis msse zur Zeit bei 43 Cent liegen. Foldenhauer beschrieb die Stimmung unter den Milchviehhaltern so, dass die Bereitschaft noch weiter gewachsen sei, die Milchlieferung an die Molkereien zur Not einzustellen.Zeige das Gesprch mit den Molkereien kein Ergebnis, das die Gremien der Milchbauern zufrieden stellen knne, laufe alles auf eine Urabstimmung ber diesen Lieferstopp der Milchbauern hinaus, so Foldenhauer. Bereits 32.000 Milchviehbetriebe mit rund 45 Prozent der deutschen Milcherzeugung seien bereits im BDM organisiert.Rckendeckung fr ihre Preisforderungen erhielten die Milchbauern auf der Tagung von Prof. Dr. Onno Poppinga und Michael Wohlgemuth von der Universitt Kassel. In einer Studie verglichen sie verschiedne Verfahren zur Ermittlung der Erzeugungs-Kosten in Milchviehbetrieben. Aktuelle Daten belegen demnach, dass ein kostendeckender Preis heute im Durchschnitt bei ber 43 Cent je Kilogramm Milch liegen msse.

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