Odyssee eines 80-jährigen

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Den ermittelnden Polizeibeamten der Autobahnstation in Baunatal liegen mittlerweile Hinweise vor, dass der 80 Jahre alte Autofahrer aus Dortmund, der

Den ermittelnden Polizeibeamten der Autobahnstation in Baunatal liegen mittlerweile Hinweise vor, dass der 80 Jahre alte Autofahrer aus Dortmund, der am Donnerstagabend einen schweren Verkehrsunfall verursachte, bei dem er selbst ums Leben kam, bereits rund zwei Stunden vor dem tragischen Verkehrsunfall auf der A 49 am Kreuz Kassel-West zwei Mal an einer Tankstelle im Schwalm-Eder-Kreis erschien. Das erste Mal gegen 19 Uhr. Den Aussagen zufolge habe der Senior an einer Tankstelle in Neuental-Bischhausen, knapp 40 Kilometer von der späteren Unfallstelle entfernt, nach dem Weg nach Dortmund gefragt. Der sei ihm beschrieben worden. Rund eineinhalb Stunden später gegen 20:30 Uhr sei der Mann mit seinem silberfarbenen Nissan mit Dortmunder Kennzeichen erneut an der Tankstelle erschienen und habe getankt. Der Fahrer eines Klein-Lkw habe dem Senior schließlich angeboten, er könne hinter ihm her fahren und dann die A 49 in Richtung Kassel bis zum Kreuz Kassel-West benutzen. Das Kreuz Kassel-West verbindet die Autobahn A 49 Marburg-Kassel mit der A 44 Kassel-Dortmund.

Auch bereits auf Parkplatz Scharfenstein aufgefallen

Am Freitagnachmittag ging ein weiterer Hinweis ein. Zwei Autofahrerinnen meldeten sich bei der Polizeiautobahnstation in Baunatal und sagten aus, dass sie den älteren Herrn mit seinem Wagen am Donnerstagabend bereits gegen 18:30 Uhr auf dem Parkplatz Scharfenstein in Fahrtrichtung Fritzlar gesehen hätten. Das Fahrzeug sei ihnen aufgefallen, weil er beim Verlassen des Parkplatzes nichtdie Ausfahrt sondern die Parkplatzauffahrt entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung benutzt habe und dann im spitzen Winkel dennoch richtig auf die Autobahn in Fahrtrichtung Süden aufgefahren sei. Nachdem der Mann schließlich doch in der richtigen Richtung aufgefahren war sahen die Frauen zunächst auch keine Veranlassung, die Autobahnpolizei zu verständigen.

Zeugen für mögliches Wendemanöver gesucht

Helmut Stieglitz, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizeiautobahnstation in Baunatal hält es für ausgeschlossen, dass der Senior nach dem Tankstopp gegen 20:30 Uhr in Bischhausen die komplette Strecke von etwa 37 Kilometern bis zum Kreuz Kassel-West als Falschfahrer zurückgelegt haben könnte. "Bei der Länge dieser Strecke hätten wir sicher eine Vielzahl von Anrufen gehabt", ist sich der erfahrene Autobahnpolizist sicher. Die Polizei geht eher davon aus, dass der 80-Jährige den größten Teil der Strecke der A 49 auf der regulären Fahrbahnseite in Richtung Kassel zurückgelegt hat und möglicherweise in Baunatal-Mitte abfuhr. Dies würde mit einem Hinweis von gestern Abend kurz vor dem tragischen Unfall zusammenpassen. Ein Autofahrer hatte von einem möglichen Falschfahrer in einem "silbernen BMW" berichtet, der an der Abfahrt Kirchbauna (Baunatal-Mitte) gewendet habe. Die Abfahrt liegt lediglich rund zwei Kilometer südlich der späteren Unfallstelle.

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