„Operation Pegasus“ - Bundeswehr rettet Mitarbeiter der Wintershall AG in Libyen

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Fulda. Volker Bescht versteht es, die Zuhörer mit seinen Berichten gelebter Geschichte zu fesseln. Mucksmäuschenstill war es im Vortragsraum des Fel

Fulda. Volker Bescht versteht es, die Zuhörer mit seinen Berichten gelebter Geschichte zu fesseln. Mucksmäuschenstill war es im Vortragsraum des Felsenkellers, als der stellvertretende Kommandeur der "Division Spezielle Operationen" aus Stadtallendorf von seiner letzten bravourösen Rettungsaktion im Februar 2011 in der libyschen Wüste erzählte: Die "Operation Pegasus – Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Libyen" zu berichten.

Abenteuerliche Schilderung

Was Bescht (Bild) seinem Publikum bot, ließ an Spannung nichts zu wünschen übrig. Geradezu abenteuerlich wirkten seine Schilderungen vom Unterfliegen des libyschen Radars mit den Transall-Transportflugzeugen der Bundeswehr, von der Sorge um die unkalkulierbare Luftabwehr der Gaddafi-Truppen  bis hin zur Landung mitten in der Wüste auf einer Piste, die zuvor noch rasch von Industrierohren als Hindernissen befreit worden war.

Knappe 15 Minuten hatte die waghalsige Rettungsaktion gedauert. Dann war "alles vorbei", wie der General lakonisch berichtet – die Mitarbeiter der Wintershall AG, die in der Ölförderung beschäftigt waren, gerettet. Eigentlich hatte der Einsatz nur deutschen Staatsbürgern gelten sollen. Doch gerade mal 30 der 132 Evakuierten waren tatsächlich Deutsche.

Kein Problem für Bescht und seine Soldaten. Denn für die "Division Spezielle Operationen" zählen die Menschen, deren Leben geschützt werden soll. "Da muss man eben auch bestimmte Risiken eingehen", sagt der stellvertretende Divisionskommandeur rückblickend über den Flug von Kreta ins Krisengebiet und zurück, um schließlich zufrieden festzustellen: "Wir haben bei unserem Einsatz Glück gehabt. Nicht ein Schuss ist gefallen." Niemand sei zu Schaden gekommen.

Als die Transalls der Luftwaffe mit den Soldaten des Einsatzkommandos der Division wieder in Wunstorf in Niedersachsen angekommen waren, lautete die abschließende Meldung: "Auftrag ausgeführt."

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