An der Ortenbergschule wird erstmals vorzeitig eingeschult

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Für Phoebe Ochse und Mattis Wohlfarth (mit Schultüten) war der erste Schultag ein ganz besonderer.

Nachdem der flexible Schulanfang bereits in Bad Arolsen praktiziert wird, wurden nun mit Phoebe Ochse und Mattis Wohlfahrt erstmals an der Ortenbergschule in Frankenberg Schüler zum Halbjahr eingeschult.

Frankenberg - Für Phoebe Ochse und Mattis Wohlfarth war der erste Schultag ein ganz besonderer. Die Ortenbergschule Frankenberg schult in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Schüler vorzeitig ein.

Dazu waren alle Mitschüler auf den Beinen und bereiteten den beiden Neuankömmlingen einen herzlichen Empfang mit Gesang und Musik. Dass Schüler am 1. Februar eingeschult werden, ist noch selten. Es ist aber eine Weiterentwicklung des Konzeptes „Flexibler Schulanfang“. Der soll einen sanften Einstieg ermöglichen.

Beispielsweise können Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet werden. Den Kindern wird bis zu drei Jahren Zeit gelassen, die ersten beiden Klassen zu absolvieren, jeder kann im eigenen Tempo lernen. Eine frustrierende Zurückstellung in die Vorklasse entfällt. Die Rektorin Cornelia Schönbrodt hat sich zuvor in Bad Arolsen informiert, wo der flexible Schulanfang bereits praktiziert wird.

Die vorzeitige Einschulung erfolgt nach Beratung der Eltern zusammen mit der Einschätzung der Kitas. „Im flexiblen Schulfang wird sehr individualisiert mit speziellen Lern-/Lehrmaterialien unterrichtet, so dass die Integration der Kinder, die neu eingeschult werden, in das Konzept passt. Jedes Kind befindet sich an einer anderen Stelle des Lernweges und wird individuell gefordert und gefördert“, so Schönbrodt.

Das Konzept an der Ortenbergschule sieht vor, dass die Kinder 2,5 Jahre im Flexiblen Schulanfang verweilen. Das erste halbe Jahr ist ein langsames Heranführen an die Schule und schulische Inhalte mit der begleitenden Beobachtung und Förderung der Sozialpädagogin, die in jeder Klasse mit sieben Stunden doppelt gesteckt ist, und die die Kinder schon in der KiTa kennenlernen. Die Lehrer beobachten die Kinder währenddessen genau und passen das Lehrmaterial an die individuellen Bedürfnisse der Kinder an.

Mit der Schulanmeldung wird den Eltern mit Wunsch auf vorzeitige Einschulung der 2. Einschulungstermin vorgeschlagen. Wenn diese davon Gebrauch machen möchten, werden die Kinder in die Planung mit einbezogen, so dass die Schule entsprechend ausgestattet wird und planen kann. Im Dezember erfolgte ein weiteres Beratungsgespräch mit Eltern, KiTa- Mitarbeitern und Sozialpädagogen, um zu sehen, ob die Einschulung zum 1. Februar für die Kinder sinnvoll ist.

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