Pferde im Straßenverkehr: Vorsicht besonders bei Dunkelheit

Der Reit- und Fahrverein Rosenthal empfiehlt den Informationsfilm zum Thema „Autofahrer trifft Reiter“.

Rosenthal. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN) hat einen Informationsfilm zum Thema „Autofahrer trifft Reiter“ produziert, um Verkehrsteilnehmer aufzuklären und damit zur Unfallprophylaxe beizutragen. Der Informationsfilm zeigt sechs typische Verkehrssituationen, in denen Reiter, Pferde und Auto aufeinandertreffen. Die behandelten Schwerpunkte sind „Heranfahren an Reiter“, „Heranfahren an das geführte Pferd“, „Überholen von Reitern“, „Abbiegende Reiter“, „Straßenüberquerung“ und „Reiter im Gegenverkehr“.

Es wird sachlich-nüchtern erklärt, was es mit Blick auf Reiter und Pferde als langsame Verkehrsteilnehmer zu beachten gilt, so der Reit- und Fahrverein Rosenthal. Verfügbar ist der Film im FN-YouTube-Kanal und auf der FN-Webseite unter www.pferd-aktuell.de/autotrifftpferd.

„Wir sind sehr erfreut, dass die FN das Thema aufgreift und das Pferd als Teilnehmer im Straßenverkehr ins Gedächtnis ruft. Viele Verkehrsteilnehmer in Rosenthal verhalten sich rücksichtsvoll, aber das Verkehrsaufkommen steigt und macht es uns Reitern nicht leichter. Wir wünschen uns, dass Pferde weiterhin am Straßenverkehr teilnehmen können.“ sagt Birgit Niebisch, 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Rosenthal-Willershausen.

Aber nicht nur das Verkehrsaufkommen steigt, auch viele Fahrzeuge sind schneller und größer geworden. Pferde sind langsame Verkehrsteilnehmer und haben keine Knautschzone. Ein Reiter auf dem Pferd war früher auf Augenhöhe mit einem Traktorfahrer, heute ist oft der Reifen des Traktors so groß wie das Pferd. Da kann man verstehen, dass Pferde, die von Natur aus Fluchttiere sind, Angst bekommen. „Wir Reiter würden uns wünschen, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer wieder vermehrt für Pferde im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Frühzeitiges Abbremsen, nicht zu dicht auffahren, mit genügend Abstand überholen und laute Geräusche wie Hupen vermeiden. Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr sollte für Autofahrer selbstverständlich sein“.

Pferde im Straßenverkehr sieht man in Rosenthal täglich. Hier leben die Vierbeiner in mehr als zehn Ställen, die sich über den ganzen Ort verteilen. Jeden Tag gehen 15 bis 20 Pferde vom Stall bis zur Reitanlage durch den Straßenverkehr. Wer nicht dort trainieren möchte, sondern lieber im Gelände, also im Feld und Wald reiten will, muss ebenfalls Straßen passieren. Auch der Weg zur Weide führt bei vielen durch den Ort, denn nicht bei allen grenzt die Weide an den Stall. Dieser Weg ist für Pferd und Reiter jeden Tag anders und nicht immer einfach.

„Wir reiten teilweise bis zu 20 Minuten durch den Ort, um zum Reitgelände zu kommen. Das hat sogar Vorteile: Das Pferd hat die Aufwärmphase im Schritt schon absolviert und man kann direkt mit dem Training auf der Reitanlage beginnen. Zusätzlich bietet der Weg durch den Ort Abwechslung, die Pferde lernen immer wieder mit neuen Situationen umzugehen“, kann Birgit Niebisch berichten.

Vorsicht bei Dunkelheit

Gerade in der dunklen Jahreszeit besteht ein weiteres Risiko für den Verkehrsteilnehmer Pferd: Von Autofahrern zu spät gesehen und womöglich angefahren zu werden. Hier appelliert Vorsitzende Birgit Niebisch aber vor allem an die Reiter, sich und ihre Pferde ausreichend zu beleuchten. Wer am späten Nachmittag im Hellen den Weg zur Reithalle antritt, sollte nicht vergessen, seine Reflexartikel dabei zu haben, um nach dem Reiten nicht von der Dunkelheit überrascht zu werden und unbeleuchtet nach Hause reiten zu müssen.

Im Handel gibt es allerhand Reflektor-Artikel, angefangen von der Helmlampe und die Warnweste für den Reiter, über Reflexdecken und reflektierenden Beinschutz für das Pferd bis hin zu bunt blinkenden Leuchtringen, um nur einiges zu nennen. Wichtig ist, von allen Seiten mit reflektierenden oder leuchtenden Elementen ausgestattet zu sein, also vorne, hinten und seitlich.

Rubriklistenbild: © Foto: PM/Reit- und Fahrverein

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