Pfingstmarktprüfung Bürgermeister spricht Veranstalter das Vertrauen aus

„Das Veranstaltungsbüro Wagner ist das Gesicht des Pfingstmarktes“ betont Bürgermeister Rüdiger Heß.
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„Das Veranstaltungsbüro Wagner ist das Gesicht des Pfingstmarktes“ betont Bürgermeister Rüdiger Heß.

Der im Frankenberger Stadtparlament gestellte Prüfauftrag, ob der Pfingstmarkt in Zukunft von der Verwaltung organisiert werden könnte, findet immer deutlichere Ablehnung.

Frankenberg. Der im Frankenberger Stadtparlament gestellte Prüfauftrag, ob der Pfingstmarkt in Zukunft von der Verwaltung organisiert werden könnte, findet immer deutlichere Ablehnung.

Nachdem in der vergangenen Woche die SPD den Organisatoren vom Veranstaltungsbüro Wagner den Rücken stärkte wir berichteten), hat in dieser Woche Bürgermeister Rüdiger Heß, um nachdrücklich die Wogen zu glätten und um das Vertrauen der Organisatoren zurückzugewinnen, erneut bekräftig, das ihm das Verständnis für den Antrag fehlt. Die Stadt könne allein aus rechtlichen Gründen beim Pfingstmarkt nicht tätig werden.

„Der Paragraf 121 der Hessischen Gemeindeordnung verbietet Kommunen sich dort zu betätigen, wo private Dritte die Leistung ebenso gut und wirtschaftlich anbieten.“

Ohnehin arbeiteten Veranstaltungsbüro und Verwaltung beim Pfingstmarkt Hand in Hand.

Der Bürgermeister steht hinter dem Veranstaltungsbüro Wagner: „Sie sind das Gesicht des Pfingstmarktes. Nur Ihnen ist es zu verdanken, dass sich jedes Jahr bis zu 250.000 Menschen aus Nord- und Mittelhessen, aus dem Sauerland und weit darüber hinaus nach Frankenberg aufmachen. Mein uneingeschränktes Vertrauen haben Sie.“ Heß befürchtet vielmehr, dass ein Volksfest, wie der Pfingstmarkt durch politische Initiativen, wie der Antrag von CDU und Grünen an die Wand gefahren werden kann. Selbst wenn andere Kommunen Feste oder Festivals aus eigener Kraft stemmen, so fehle für dieses Volksfest der Verwaltung die entsprechende Kompetenz und das nötige Personal. „Für diese Aufgabe muss man schon selber Schausteller sein“, sagte er bereits gegenüber der hna während der Diskussion um den Antrag im Stadtparlament. Einen Vergleich mit der veranstalteten Europeade lehnt der Bürgermeister ebenfalls ab, zumal die Organisation andere Strukturen und teils außergewöhnliche Kraftanstrengungen bedarf, die nicht regelmäßig Jahr für Jahr abgerufen werden können.

Werner Wambold, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Mittelhessen, der am Gespräch mit dem Veranstaltungsbüro und Bürgermeister teilnahm, verwies ebenfalls auf die nötige Expertise bei der Organisation eines solchen Festes. „Größe, Anzahl der Fahrgeschäfte, Zusammenstellung – alles muss passen.“ Er sei überzeugt: „Wenn man gesund ist, braucht man keine Medikamente. Der Pfingstmarkt ist kerngesund.“

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