Vom „Schillen“ und „Schengen“: In Volkmarsen darf verbal auf den Tisch gehauen werden

Zu einem einzigartigen plattdeutschen Nachmittag ist jeder Freund der urtümlichen Sprache gerne gesehen und kann in Volkmarsen-Külte einmal so richtig abledern.

Volkmarsen - In Landau wird „geschillt“ und in Külte wird beim „Schengen“ ordentlich auf den Tisch gehauen. Allerdings stehen beide Wörter für die gleiche Tätigkeit. Der plattdeutsche Arbeitskreis der Bezirksgruppe Bad Arolsen im Waldeckische Geschichtsverein lädt für Samstag, den 16. Februar 2019 ab 14.30 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus nach Külte ein.

Die Gäste aus dem gesamten Waldecker Land dürfen dann mal so richtig auf den Tisch hauen. Es geht ums Schimpfen bzw. „Schillen und Schengen“. Gesucht werden an diesem Nachmittag Floskeln und Wörter der Waldecker, mit denen man einmal so richtig abledern kann. Für eine gesittete Streitkultur sorgen an diesem Tag Andreas Karl Böttcher als Leiter des plattdeutschen Arbeitskreises im Waldeckischen Geschichtsverein und Ilse Tilenius als örtliche Organisatorin.

Nachdem die Gäste sich ihre Schimpfwörter verbal und „alsgeradeaus“ um die Ohren geschmissen haben, werden aber auch Geschichten rund ums Schimpfen „vertellt“. Jeder Gast kann dann eigene – ob gute oder böse – Anekdoten vortragen oder neu kreieren. Bevor in der Pause der Kaffee richtig auf ist, wird – ganz beruhigend – selbstgemachter Kuchen gereicht.

Zu diesem einzigartigen plattdeutschen Nachmittag ist jeder Freund der urtümlichen Sprache gerne gesehen und darf in Külte seine Plädoyers vortragen. Andreas Karl Böttcher geht während des Nachmittags dann auch „ins Gericht“ und stellt die neuesten, plattdeutschen Aktivitäten des Waldeckischen Geschichtsvereins vor.

Rubriklistenbild: © Foto: Veranstalter

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