Der Poker um „Conti“

Korbach. Zunchst war es nur ein Gercht: Die bernahme des Continental-Konzerns durch den zweitgrten Wlzlagerherste

Korbach. Zunchst war es nur ein Gercht: Die bernahme des Continental-Konzerns durch den zweitgrten Wlzlagerhersteller der Welt - die Schaeffler KG aus Herzogenaurach/Bayern.In der Financial Times Deutschland hie es: Eine Gruppe internationaler Banken hat Continetal-Aktien gekauft und Schaeffler mit Call-Optionen ausgestattet. Vorne weg stnden dabei die Royal Bank of Scotland und die Dresdner Bank. Und tatschlich. Das Familienunternehmen Schaeffler verfgt ber 30 Prozent der Conti-Aktien. Laut Experten genau die richtige Prozentzahl, um ein bernahmeangebot zu machen. Die Continental AG besttigt zu diesem Zeitpunkt bereits, dass am Ende der vergangenen Woche ein erstes, kurzes Gesprch ber ein mgliches Engagement der Schaeffler-Gruppe bei Continental stattgefunden hatte. Sobald die Schaeffler-Gruppe ihre berlegungen substantiiert (begrndet) hat, wird der Vorstand der Continental AG diese prfen und zu den Ergebnissen in angemessener Weise weiter informieren, hie es in der offizielen Pressemitteilung der Continental AG. Doch, dass der Conti-Vorstand einfach tatenlos abwartet, was Schaeffler macht, glauben Finanzexperten nicht. Angeblich soll die US-Bank Goldman Sachs ein Strategie entwerfen, die bernahme abzuwehren. Der Aktienkurs stieg (72,10 Euro, Stand: 17. Juli). Wurde zunchst von einem Kauf der Conti fr 10 Milliarden Euro gemunkelt, sind nun angeblich 20 Milliarden Euro im Gesprch. Das erste konkrete Kaufangebot von 11 Milliarden entspricht einem Preis von 69,37 Euro je Aktie. Da die Conti-Aktie aber schon auf ber 72 Euro stieg, muss Schaeffler nachlegen. Von einem Gebot von 80 bis 90 Euro pro Aktie ist nun die Rede.Nichtsdestotrotz der Vorstand der Continental AG hat das erste bernahme-Angebot der bayrischen Schaeffler-Gruppe abgelehnt.Es ist in hohem Mae opportunistisch, es spiegelt den wahren Wert der Continental nicht annhernd wider, es schafft kein Vertrauen, und es entbehrt einer berzeugenden industriellen Logik, teilte Continental mit. Der Conti-Vorstand habe aber seine Bereitschaft erklrt, eine 20-prozentige Finanzbeteiligung zu untersttzen.Die Schaeffler Gruppe beharre jedoch auf einer ber 30 Prozent hinausgehenden Kontrollbeteiligung.Die Schaeffler Gruppe kann, laut Pressemitteilung, die ablehnende Reaktion des Vorstands der Continental AG nicht nachvollziehen und hat keinerlei Verstndnis fr den vom Vorstandsvorsitzenden der Continental AG gewhlten Stil der Auseinandersetzung. Die Aktien-Geschfte seien nach geltendem Recht gettigt worden und der Vorwurf einer rechtswidrigen Vorgehensweise wurde von Schaeffler zurckgewiesen.

Der Hauptsitz derSchaeffler-Gruppe in Herzogenaurach.

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