Heiratsversprechen auf Instagram kostet eine Frau aus dem Landkreis 10.000 Euro

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Symbolbild: Love- oder Romance-Scamming

Eine Frau aus Landkreis Waldeck-Frankenberg lernt über Instagram einen Mann kennen. Sie planen ihre gemeinsame Zukunft. Doch dann geht alles schief. Wie sich herausstellt mit voller Absicht. Jetzt ist die Polizei eingeschaltet.

Waldeck-Frankenberg - Der Flirt zwischen Einer Frau aus dem Landkreis und einem Mann beginnt online. Nach einigem Chatverkehr gesteht er ihr seine Liebe und das er sie heiraten möchte. Die Frau, Mitte 30, hat sich verliebt und freut sich auf das baldige Kennenlernen. Er will ihr daraufhin ein Päckchen mit seinen Papieren und Bargeld schicken, damit sie alles in die Wege leiten kann. Doch plötzlich soll der Zoll Probleme machen.

Der Mann gibt an, das Päckchen sei beim Zoll beschlagnahmt worden und er benötige 3.000 Euro zur Freigabe. Als die Frau dem Mann offenbart, dass sie nicht im Besitz von so viel Geld sei, droht ihr dieser. Der Mann setzt die Frau anschließend unter Druck, dass sie eingeschüchtert zur Bank geht und einen Kredit aufnimmt. Er nutzt nun seinen Einfluss fordert weiteres Geld. Erst nachdem die Frau mehr als 10.000 Euro überwiesen hat, wird ihr klar, dass es nicht um Liebe geht. Sie erstattet Anzeige.

Für die Polizei ist klar, hier handelt es sich um „Love-Scamming“, eine Art Heiratsschwindel oder Betrugsmasche, bei der die Täter von Anfang an alles daran setzen, um Vertrauen und eine einseitige Beziehung aufzubauen, die möglichst lukrativ enden wird. Sie sprechen von der großen Liebe, wollen aber dadurch nur ans Vermögen: Die Polizei warnt vor diesem Liebesbetrug schon seit Jahren.

Die Täter lauern in sozialen Netzwerken oder Chats und flirten ihre Opfer gezielt an. Irgendwann taucht immer ein Problem auf, das sich nur durch Geld lösen lässt. Die Gründe sind dabei unterschiedlich, wie die Polizei weiß. In der Regel geben die Männer und Frauen vor im Ausland zu leben und benötigen das Geld für einen vermeintlichen Besuch in Deutschland oder medizinische Versorgung oder anderen Notlagen.

Die Polizei warnt deshalb eindringlich vor dieser Masche und rät sich immer mit Freunden oder Familienangehörigen über Erfahrungen und Vorhaben auszutauschen bevor gehandelt wird. Ansprechende Profile von Kontaktsuchenden können täuschen. Besondere Vorsicht gilt, wenn plötzlich Geld überwiesen werden soll und man dem Empfänger des Geldes noch nie persönlich begegnet ist. Weiter Informationen unter: www.polizei-beratung.de

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