Polizei Korbach nimmt Randalierer in Gewahrsam: 24-Jähriger hat psychische Probleme

Ein 24-Jähriger rief in Korbach gleich zweimal die Polizei auf den Plan. Der augenscheinlich verwirrte Mann musste schließlich festgenommen werden und wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

Korbach - Wie die Polizei berichtet, musste am Freitag (12. Juni 2020) gegen 10 Uhr eine Streife erstmals gegen einen 24-Jährigen einschreiten, der im Bereich des Hauptbahnhofs Korbach auf den Gleisen herumlief.

Durch Zeugen alarmiert traf die Polizei Korbach auf den jungen Mann am Hauptbahnhof. Dieser saß auf der hinteren Kante eines Busses, nachdem er zuvor offensichtlich die Klappe des Motorraums geöffnet hatte. Zeugen hatten berichtet, dass er auf den Gleisen herumgelaufen sein soll.

Der leicht verwirrt wirkende Mann klagte über Kopfschmerzen, sodass ein Rettungswagen alarmiert wurde. Die Rettungssanitäter konnten aber keine behandlungswürdigen Verletzungen feststellen. Um ein erneutes Betreten der Gleisanlagen zu verhindern, sprachen die Polizisten einen Platzverweis für das Gebiet des Hauptbahnhofs aus. Diesem folgte der 24-Jährige auch.

Gegen 11.20 Uhr meldete sich eine Zeugin, die einen Mann beobachtete, der in der Korbacher Fußgängerzone auf Autos eingeschlagen haben soll. Die Polizei konnte in der Nähe des Tatortes den von der Zeugin beschriebenen Mann feststellen. Bei diesem handelte es sich um den selben jungen Mann, der zuvor am Bahnhof aufgefallen war.

Der nun auf einer Parkbank sitzende Mann sollte erneut kontrolliert werden. Bei der Überprüfung leistete er Widerstand, so dass er mit körperlicher Gewalt überwältigt werden musste. Der nicht alkoholisierte 24-Jährige machte einen verwirrten Eindruck. Die Polizisten nahmen ihn anschließend in Gewahrsam, später folgte die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus.

An den Autos, auf die er mit einem Kaffeebecher eingeschlagen haben soll, entstand nach ersten Erkenntnissen kein Sachschaden. Auf den 24-Jährigen warten aber Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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