Polizei warnt vor Sammlungsbetrügern und Trickdieben

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Region. In den Tagen vor Weihnachten, an denen üblicherweise noch mehr Menschen als sonst ein offenes Ohr und ein weiches Herz für Spendensammler od

Region. In den Tagen vor Weihnachten, an denen üblicherweise noch mehr Menschen als sonst ein offenes Ohr und ein weiches Herz für Spendensammler oder Bettler haben, machen sich diesen Umstand auch immer mehr Betrüger und Diebe zunutze. Seit Anfang Dezember hat die Polizei in Nordhessen beispielsweise schon sieben Fälle angezeigt bekommen, in denen falsche Spendensammler auch noch anschließend ihre Wohltäter beklauten. Denn die oft auf einem Klemmbrett mitgeführte Spendenliste dient in derartigen Fällen auch dazu, dass zumeist ältere Opfer abzulenken und dabei zu beklauen.

Durch die kleine Spende von ein paar Cent oder Euro wissen die Täter, wo das Bargeld steckt. Beim ausgiebigen "Bedanken" mit Umarmung und anderem Brimborium hilft das Klemmbrett, die diebische Hand, die jetzt in der fremden Manteltasche unterwegs zum Portmonee ist, zu verdecken.

Täter beobachten Opfer am Geldautomaten

Trickdiebe oder Trickbetrüger beginnen ihren Beutezug auch gerne in der Nähe von Bankautomaten. Auch hier stehen bevorzugt ältere Kunden im Visier der Ganoven. Sie warten ab, bis der Auszahlungsvorgang durch Eingabe der Geheimzahl eingeleitet ist. Just in dem Moment kommen sie unter einem Vorwand hinzu und lenken das Opfer ab. Beliebt ist der Trick, sich ortsunkundig zu zeigen und eine große Straßenkarte auszubreiten, um sich die Lage einer bestimmten Straße zeigen zu lassen. Gehen die Opfer darauf ein, tippt der Strolch oder ein Mittäter unter der Karte einen neuen, deutlich höheren Auszahlungsbetrag ein und bestätigt die Auszahlung. Bevor das Opfer überhaupt realisieren kann, was mit ihm in dem Moment passiert ist, sind die Täter über alle Berge.

Vorsicht im Gedränge

Große Gefahren, Opfer von Trickdieben zu werden, lauern aber auch im Gedränge beim Einsteigen in Busse oder Bahnen, bei Kaufhausbesuchen im Durcheinander am Wühltisch oder in der Menschenmenge auf den Weihnachtsmärkten. Unbeaufsichtige oder offen stehende Handtaschen sind für Diebe eine Einladung. Selbst wenn man auf diese offensichtlichen Dinge achtet und entsprechende Situationen vermeidet, haben Diebe dennoch ein geübtes Auge dafür, wo das Bargeld steckt. Der Körperkontakt, der zur Ablenkung des Opfers folgt, wird im Gedränge nicht sofort als Absicht erkannt. Dieser kurze Augenblick mit Körperkontakt reicht den Langfingern aber, um die Geldbörse zu ziehen und sofort zu verschwinden.

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