„Potenzial verschenkt“

Martin Mtzel, VCD-LandesgeschftsfhrerKorbach/Frankenberg. Die Bahnstrecke von Korbach nach Frankenberg in Nordhessen mus

Martin Mtzel, VCD-Landesgeschftsfhrer

Korbach/Frankenberg. Die Bahnstrecke von Korbach nach Frankenberg in Nordhessen muss nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) dringend reaktiviert werden. Die Landesregierung muss zeigen, dass sie nicht nur in den Straenbau investiert, sondern auch in Schienenstrecken, erklrte VCD-Landesgeschftsfhrer Martin Mtzel anlsslich der Landtagsdebatte ber den Verkehrshaushalt. Die Umsetzung des Landtagsbeschlusses vom vergangenen Jahr, der eine Wiederinbetriebnahme der 31 Kilometer langen Verbindung vorsieht, drfe nicht lnger durch Prfauftrge verschleppt werden. Die Modernisierung der stillgelegten Bahnstrecke ist nach Ansicht des Umwelt- und Verbraucherverbandes wichtig fr die Erschlieung des Nationalparks Kellerwald-Edersee, der momentan nur schlecht mit ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sei. Durch eine Reaktivierung wrden attraktivere Verbindungen aus den Regionen Rhein-Main und Rhein-Ruhr in die Tourismus-Region Waldecker Land ermglicht. Als erster Schritt msse der Ausflugsverkehr zwischen Frankenberg und Herzhausen, wo sich das Nationalparkszentrum befindet, wieder aufgenommen werden.Sollte das Land die Bahnstrecke weiter verrotten lassen, droht laut VCD Hessen eine gigantische Verschwendung von Steuermitteln. Wegen bestehender Vereinbarungen mssen das Land und der Nordhessische Verkehrsverbund der Kurhessenbahn, einer regionalen Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, bis 2021 insgesamt 18,6 Millionen Euro zahlen auch wenn keine Zge fahren. Dieses Geld sollte besser in den Streckenausbau und den Betrieb investiert werden, so Mtzel. Es ist gut angelegt, denn Investitionen in den ffentlichen Nahverkehr sind Wirtschaftsfrderung. Bei der Erreichbarkeit des Naturparks Kellerwald-Edersee mit ffentlichen Verkehrsmitteln sieht der VCD erheblichen Nachholbedarf. Eine vergleichende Untersuchung aller hessischen Naturparks hat ergeben, dass die Region zwischen Bad Wildungen und Frankenberg nur einen Platz im Mittelfeld belegt. Hier werden Potenziale fr einen sanften Tourismus ohne Auto verschenkt, so Mtzel weiter.

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