IHK-Präsident setzt viel auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg, Jörg Ludwig Jordan
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Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg, Jörg Ludwig Jordan, setzt viel auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg, Jörg Ludwig Jordan, setzt viel auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt.

Waldeck-Frankenberg - „Die letzte deutsche EU-Ratspräsidentschaft liegt über ein Jahrzehnt zurück. In Zeiten, die ihres Gleichen suchen, erhalten wir die seltene Chance, federführend mit unseren europäischen Partnern ambitionierte Impulse für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts zu setzen.“

Für Jordan ist entscheidend, dass europaweit Wachstum und Investitionen gefördert und zugleich Vorschriften und Regularien auf den Prüfstand gestellt werden. „Letztere belasten vor allem Mittelständler, da sie in der Regel nicht die notwendigen Spezialisten haben, um Formalia zu bearbeiten. Ohne wettbewerbsfähige Unternehmen fehlt es allen politischen Ebenen an einer breiten steuerbasierten Finanzbasis“, meint Jordan.

„Die EU ist mit Abstand unsere wichtigste Handelsregion: Etwa 60 Prozent der Exporte aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg gehen dorthin.“ Für viele regionale Mittelständler hänge der Geschäftserfolg davon ab, ob die Grenzen offen sind und Lieferketten reibungslos funktionieren. Darum hält Jordan das 750-Milliarden-Euro-Paket an EU-Zuschüssen und Krediten für hilfreich, um eine nachhaltige Erholung der europäischen Wirtschaft zu ermöglichen.

In seinen Augen trage gerade der grenzübergreifende Handel einen großen Teil dazu bei, die wirtschaftlichen Folgelasten der Pandemie zu bewältigen. „Neben Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen sollten die Mittel vor allem dem Straßenbau, den Energienetzen und vor allem der digitalen Infrastruktur zu Gute kommen, um den Standort zu stärken.“

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