Priska Hinz verkündet Erweiterung des Nationalparks Kellerwald-Edersee

Fotoquelle: Achim Frede, Nationalparkamt
+
Fotoquelle: Achim Frede, Nationalparkamt

Mit der Erweiterung tritt die neue Verordnung über den Nationalpark Kellerwald-Edersee in Kraft.

Waldeck-Frankenberg -„Ich freue mich sehr, dass mit dem Inkrafttreten der neuen Verordnung über den Nationalpark Kellerwald-Edersee die Erweiterung erfolgreich vollzogen ist und der Nationalpark nun um außergewöhnliche und schützenswerte Flächen nördlich und östlich des Edersees bereichert wird. Hier entsteht die Wildnis von morgen und der Schutz dieser Flächen leistet einen wertvollen Beitrag für die Naturwaldentwicklung und die Förderung der Biodiversität“, sagte Umweltministerin Priska Hinz im Rahmen der offiziellen Verkündung der Nationalparkerweiterung am Aussichtspunkt „Kanzel“ am Edersee.

„Ich danke allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum erfolgreichen Gelingen der Nationalparkerweiterung beigetragen haben. Die Erweiterung stellt einen großen Gewinn für die Regionalentwicklung dar. Ich bin überzeugt, dass wir damit die touristische Anziehungskraft der gesamten Region noch weiter steigern können, denn der Nationalpark bietet die besten Voraussetzungen für nachhaltigen und naturnahen Tourismus.“

Die Erweiterungsfläche des Nationalparks hat eine Größe von rund 1.950 Hektar und erstreckt sich im nördlichen und östlichen Bereich des Edersees von den Hängen des Ittertals entlang des nördlichen Ederseeufers bis zur Nieder-Werber Bucht und von dort über die Stadt Waldeck nach Süden bis zum Affolderner See. „An den Hängen des Edersees wachsen beeindruckende, teilweise uralte Wälder. Im Erweiterungsgebiet liegen Biotope wie zum Beispiel Orchideen-Buchenwälder, Hangwälder oder Kalkmagerrasen, die für den Naturschutz und Artenschutz sehr wertvoll sind. Von der Erweiterung des Nationalparks profitieren auch seltene Arten wie die Prachtnelke. Auch der stark gefährdete Veilchenblaue Wurzelhalsschnellkäfer findet hier noch ein Zuhause“, ergänzte die Umweltministerin.

Landrat Dr. Reinhard Kubat betonte: „Der Nationalpark, dessen Ausweisung anfangs von vielen Menschen kritisch gesehen wurde, wird heute ausnahmslos als ökologische und touristische Bereicherung unserer Region empfunden. Es ist konsequent, dass wir dieses Leuchtturmprojekt, das inzwischen den Status eines UNESCO Weltnaturerbes hat, ausbauen und damit weiter aufwerten.“ Auch die Bürgermeister von Waldeck, Edertal und Vöhl, Jürgen Vollbracht, Klaus Gier und Karsten Kalhöfer, unterstützen die Umsetzung.

Bereits Anfang 2019 hatte die Landesregierung mit der Koalitionsvereinbarung die Absicht erklärt, den Nationalpark zu erweitern. Zur Umsetzung erfolgten umfangreiche Prüf- und Arbeitsschritte sowie Vorabstimmungen mit den Beteiligten vor Ort und den Landes- und Bundesverwaltungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Sie sorgen für Blumenpracht in Bad Arolsen

Bad Arolsen. Während der Jahreshauptversammlung des Kur- und Verkehrsvereins Bad Arolsen hat der erste Vorsitzende Dieter Fischer die Gewinner des Bl
Sie sorgen für Blumenpracht in Bad Arolsen

Segelboot samt Anhänger in Vöhl gestohlen

Am Sonntag bemerkte der 66-jährige Besitzer aus Recklinghausen den Verlust.
Segelboot samt Anhänger in Vöhl gestohlen

Wenn Kinder mit Zunge küssen

Frankenberg. Die Projektwoche Kinder durch Bewegung strken und vor Missbrauch schtzen hat im Rahmen des Modellprojekt
Wenn Kinder mit Zunge küssen

90.000 Masken für Waldeck-Frankenberg produziert

Die Firmen Viessmann und Hollingsworth & Vose haben gemeinsam Mund-Nase-Bedeckungen für die Bereiche Gesundheit und Pflege in Waldeck-Frankenberg hergestellt und konnten …
90.000 Masken für Waldeck-Frankenberg produziert

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.