Protest gegen das Konzept der Energiewende in Volkmarsen

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Am 15. März 2019 war die gesamt hessische CDU-Spitze in Volkmarsen zum politischen Aschermittwoch mit Annegret Kramp-Karrenbauer. Dies nahm die Organisation Windveto Waldeck-Frankenberg und andere Initiativen zum Anlass für eine Kundgebung vor der Nordhessenhalle.

Mensch und Umwelt schützen wollen beide: die Windkraftbefürworter und deren Gegner. Und beide gehen immer wieder auf die Straße, um für die Umsetzung der Energiewende zu demonstrieren oder davor zu warnen.

Volkmarsen -  Am 15. März 2019 war die gesamt hessische CDU-Spitze in Volkmarsen zum politischen Aschermittwoch mit Annegret Kramp-Karrenbauer. Dies nahm die Organisation Windveto Waldeck-Frankenberg und andere Initiativen zum Anlass für eine Kundgebung vor der Nordhessenhalle.

Lange harrten sie im strömenden Regen aus, aber zuhören mochte allerdings wirklich keiner der Politiker und  Besucher an diesem ungemütlichen Nachmittag. Alle zog es schnell im Laufschritt ins Trockene.

Gefordert wurden auf Transparenten und in Redebeiträgen größere Abstände der Windräder zu den Siedlungen und eine Begrenzung des Ausbaus. Der CDU wirft man vor, die Zusagen von vor der Hessenwahl nicht eingehalten zu haben und vor dem Koalitionspartner eingeknickt zu sein. Daran wollten die ungefähr 40 Demonstranten in Volkmarsen die CDU Politiker erinnern.

Das Konzept der Energiewende sei nicht durchdacht und Windkraft „könne krank machen“ behaupten ihre Kritiker. Am hohen CO2 Ausstoß habe sich trotz des Baus von Windkraftanlagen nach wie vor nichts geändert.

Dr. Stephan Kaula war einer der Demonstranten. Er ist Mediziner und wohnt in Lichtenfels nahe einem geplanten Windpark. Er hat uns seine Bedenken mitgeteilt, hält es aus medizinischer Sicht für nicht vertretbar, Windräder in die Nähe von Siedlungen zu bauen.

In bis zu zehn Kilometern Abstand könne Infraschall (Schall, den man nicht bewusst hört, aber trotzdem wahrnimmt) körperliche Schäden verursachen wie Tinitus, Bluthochdruck und Schlaflosigkeit, nach einer neueren finnischen Studie sogar in bis zu 15 km.

Neuere Untersuchungen stützten seine Thesen. Er selbst habe Regionen besucht mit vielen Windrädern und mit Betroffenen gesprochen. Die Politik lebe nach der Devise „Es wird schon gutgehen“ und nehme Bedenken nicht ernst. Kaula weist auf die Internetseite der Schutz-Gemeinschaft für Mensch und Tier (DSGS) hin mit weiteren Infos, Selbsttest, Videos und Studien. (rff)

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