15 Prozent arme Hessen - Grüttner: „Wir sind überdurchschnittlich wohlhabend“

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Sozialminister Stefan Gruettner

Wiesbaden. Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner hat heute in Wiesbaden den ersten Hessischen Landessozialbericht vorgestellt. "Dieser Be

Wiesbaden. Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner hat heute in Wiesbaden den ersten Hessischen Landessozialbericht vorgestellt. "Dieser Bericht liefert detaillierte Informationen über die Lebensbedingungen der Menschen in Hessen. Die Daten sind eine wichtige Basis für eine aktive Gesellschaftspolitik. Nun ist es möglich, vorausschauend zu planen, zu steuern, angemessen zu priorisieren und zielgenau zu evaluieren", erklärte Grüttner. So könne man auch weiterhin für Hessen eine Sozialpolitik gestalten, die soziale Verantwortung und sozialen Ausgleich schaffe. "Der moderne Sozialstaat sollte keine alimentierende Fürsorge betreiben, sondern vor allem motivierend auf die Menschen wirken – und nur dort helfen, wo es die Menschen nicht aus eigenem Antrieb können." 

Der erste Hessische Landessozialbericht zeige, so der Sozialminister weiter, dass die Hessische Landesregierung bereits eine erfolgreiche Sozialpolitik für Hessen gestalte. Bei den materiellen Wohlstandsindikatoren zeige sich beispielsweise: Hessen ist überdurchschnittlich wohlhabend und liegt im Bundesländervergleich über dem Durchschnitt. Die relative Armutsquote sei in Hessen von 2005 (15,3 Prozent) bis 2010 (14,6 Prozent) gesunken. Und Hessen habe zudem mit 22,3 Prozent die höchste Weiterbildungsquote in Deutschland. Außerdem weist Hessen mit 5,8 Prozent (Stand April 2012) eine geringe Arbeitslosenquote auf. Deutschland hat insgesamt eine Arbeitslosenquote von 7 Prozent. "Mit dem ersten Hessischen Landessozialbericht können wir nun die Lebenslagen der Hessinnen und Hessen abbilden und passgenaue Ansätze für die zukünftige Sozialpolitik finden", erklärte Grüttner.

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