Rache am Vermieter

Bad Arolsen. Einem 23-jährigen Mann aus Bad Arolsen war aus privatrechtlichen Gründen von seinem Vermieter gekündigt worden. Als Reaktion auf diese

Bad Arolsen. Einem 23-jährigen Mann aus Bad Arolsen war aus privatrechtlichen Gründen von seinem Vermieter gekündigt worden. Als Reaktion auf diese Kündigung lud er über das größte soziale Netzwerk im Internet zu einer öffentlichen "Party" ein. Schaden vorprogrammiert: Seine Absicht war, dem Vermieter deutlich zu zeigen, was es bedeutet, solch eine Party in der Wohnung zu feiern. Sachbeschädigung nicht ausgeschlossen.

Nach bekannt werden hat die Stadt Bad Arolsen eine Verbotsverfügung erlassen. Auf Druck der Polizei und der Stadt Bad Arolsen nahm der Mann die Einladung zurück. Doch ungeachtet dessen haben über 3.000 Personen ihr Kommen für heute Abend angekündigt.

Die Polizei und die Stadt Bad Arolsen sehen sich im Vorfeld des zu erwartenden Ereignisses gut aufgestellt. Hubertus Hannapel (Einsatzleiter der Polizei) erklärte, dass man nicht wirklich wisse, wie viele Menschen tatsächlich dem Aufruf des Bad Arolsers folgen würden. Die Anreisenden zu der verbotenen Veranstaltung müssten aber mit polizeilichen Gegenmaßnahmen rechnen. Er empfahl der ortsansässigen Bevölkerung, sich vom Ort des Geschehens möglich fern zu halten und die polizeilichen Maßnahmen nicht zu erschweren.Die Polizeipräsenz wurde erhöht, Feuerwehr und Rettungsdienste sollen unterstützen, so dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Bad Arolsen garantiert werden kann und Ausschreitungen jeglicher Art frühzeitig erkannt  und verhindert werden. Auch gab es im Vorfeld Austausch mit Behörden  anderer Kommunen über deren Erfahrungen im Umgang mit ähnlich gelagerten "Veranstaltungen".

Der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst sprach von sichtbaren Maßnahmen der Stadt. Van der Horst vermutet, dass erhebliche Kosten auf die Stadt zukämen. "Diese Kosten müssen dem Verursacher in jedem Falle angelastet werden." Von Seiten der Polizei wurde gegen den 23-jährigen "Veranstalter", der öffentlich zu Straftaten (Sachbeschädigungen) aufgerufen habe, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gestern Abend blieb es ruhig. Nur einige Neugierige kamen zu den Absperrungen. Mehr...

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