Radwege für den Alltag: Damit Pendler im Nahverkehr umsatteln

Die Planer vom Fachbereich Bauen des Kreises Adolf Scheuermann, Susanne Paulus Leiterin), Nicole Sude und Baudezernent Karl-Friedrich Frese wollen Pendlern in Zukunft das Radfahren auf sicheren und schnelle Wegen anbieten.
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Die Planer vom Fachbereich Bauen des Kreises Adolf Scheuermann, Susanne Paulus Leiterin), Nicole Sude und Baudezernent Karl-Friedrich Frese wollen Pendlern in Zukunft das Radfahren auf sicheren und schnelle Wegen anbieten.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg präsentiert am kommenden Freitag, 27. August 2021, seinen Entwurf für das kommende Radwegekonzept. Interessierte Bürger haben die Gelegenheit die aktuellen Pläne in Augenschein zu nehmen und Wünsche zu äußern.

Korbach. Der Landkreis präsentiert am Freitag seinen Entwurf für das kommende Radwegekonzept. Interessierte Bürger haben die Gelegenheit im Rahmen einer Online-Videokonferenz die aktuellen Pläne in Augenschein zu nehmen, via Chat unmittelbar Anregungen zu geben oder in den nächsten vier Wochen Verbesserungsvorschläge oder Ergänzungen einzureichen.

Mit dem angestrebten Konzept soll Waldeck-Frankenberg alltagstauglich für Radfahrer werden, die zur Arbeitsstätte, zum Einkaufen oder schnell und sicher von Ort zu Ort wollen.

Mit Nicole Sude hat der Landkreis dafür einen Fachfrau gewonnen, die dank ihrer Erfahrungen, die sie beim Wetteraukreis und in Bad Driburg sammelte, sowohl planerisch, organisatorisch und was mögliche Fördergelder anbelangt, entsprechendes Know-how mitbringt.

Für eine zukunftsfähige Nahmobilität bis zu 10 Kilometern) im Kreisgebiet soll ein Radwegenetz bestmöglich an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden.

Alltagstauglichkeit ist dabei oberstes Gebot, wie Baudezernent Karl-Friedrich Frese betont. Die kreisweite Strategie sieht vor die Verbindungen zwischen den Orten und Städten zu verbessern, schnell und sicher mit dem Rad die gewohnten Ziele zu erreichen.

Konzepte und Planungen der Mittelzentren werden dabei integriert, kleinere Kommunen können auf das Kreiskonzept zurückgreifen. „Dabei machen wir vor den Kreisgrenzen keinen Halt“, wie Adolf Scheuermann ergänzt. Die Planungen berücksichtigen alle notwendigen Verbindungen vornehmlich Wirtschaftswege) und Anknüpfungspunkte, selbst nach Nordrhein-Westfalen.

Im Kreis sind es die Fernradwege R5 und R6 die besonders berücksichtigt werden. Der Ederradweg benötigt in Richtung Korbach eine bessere Anbindung und auch aus dem Upland nach Korbach fehlt es an einer entsprechenden Verbindung.

Seit Anfang des Jahres ist die Kreisverwaltung beauftragt, ein Konzept für ein umfassendes Radwegenetz zu schaffen, das in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden kann. Gemeinsam mit den Kommunen wurde sich abgestimmt.

Im März folgte eine Bürgerbeteiligung samt Umfrage und der Möglichkeit Eingaben zu machen. Anfang August hat die Verwaltung das Planungsteam im Fachbereich Bauen mit Nicole Sude als Ansprechpartnerin für den Radverkehr verstärkt. Sie ist Diplom Ingenieurin und kann auf 14 Jahre Erfahrung in der Stadt- und Regionalentwicklung bauen. Die 44-Jährige, gebürtige Korbacherin, wohnt in Waldeck und war in den vergangenen 10 Jahren für die Stadt Bad Driburg tätig.

Am 27. August um 16. 30 Uhr findet die zweite Bürgerbeteiligung unter ihrer Mitwirkung online statt auf www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/radverkehrskonzept. Dabei werden die bisherigen Ergebnisse und der Planungsstand vorgestellt. Rund 500 Vorschläge, Kommentare und Hinweise wurden dazu begutachtet und es können weitere Anregungen und Wünsche geäußert werden.

„Damit wir die Radwege auf die Bedürfnisse der Bürger anpassen können, müssen wir ihre Wünsche kennen. Dieses Projekt lebt von der Beteiligung jedes Einzelnen“, betont Baudezernent Frese. Per E-Mail radverkehrskonzept@lkwafkb.de können Anregungen zum Radverkehrsnetz mitgeteilt werden. Außerdem finden sich die aktuellen Pläne auf der Homepage des Landkreises.

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