Am Rande unseres Seins

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Waldeck-Frankenberg. Bricht nun die letzte Woche unseres irdischen Daseins an? Geht die Welt am 21. Dezember 2012 unter, wie es der Maya-Kalender –

Waldeck-Frankenberg. Bricht nun die letzte Woche unseres irdischen Daseins an? Geht die Welt am 21. Dezember 2012 unter, wie es der Maya-Kalender – angeblich – voraussagt? Weltweit ist vor allem unter Apokalyptikern und Esoterikern die Panik ausgebrochen,  dass der Erdenball – wie weisgesagt – nun die letzten Tage erleben könnte. Welcher Auslöser für den Untergang verantwortlich sein könnte, ist unklar. Ein Kometen-Einschlag, ein Supervulkan-Ausbruch, Erdbeben und Tsunamis ... Möglichkeiten für Weltuntergangs-Szenarien gibt es viele. Nicht zuletzt hat Hollywood-Starregisseur Roland Emmerich in seinem Untergangs-Epos "2012" eine Szenerie geschaffen, die zwar große Teile der Welt untergehen lässt, aber der biblischen Sintflut gleich einige auserwählte Menschen, Tiere und Pflanzen überleben lässt.

Keine Vorkommnisse

Doch genug des Humbugs um das Ende der Welt. Die meisten Archäologen und Astronomen gehen davon aus, dass am 21. Dezember keine besonderen Vorkommnisse zwischen Nord- und Südpol zu erwarten sind.Die Maya sollen laut einigen Archäologen sehr genau über die Sternbilder und Planetenkonstellationen bescheid gewusst haben – ein gemeinsames Merkmal vieler frühgeschichtlicher Hochkulturen, beispielsweise der alten Ägypter.  Die Maya sollen berechnet haben, dass sich alle 25.800 Jahre zur Wintersonnenwende ein kosmisches Ereignis einstellt: Dann zieht unsere Sonne mit dem Zentrum der Milchstraße gleich (siehe auch folgenden Artikel).

Vor allem auf esoterischen Internetseiten wird heftig diskutiert, spekuliert und fabuliert. In Russland werden die Geschäfte leergekauft und "Notfall-Päckchen" mit Wodka, Instant-Nudeln und Kondomen gehortet. Ein kleines gallisches Dorf hoch in den Pyrenäen namens Bugarach  soll nach kursierenden Gerüchten vom Ende der Welt verschont bleiben. Bugarachs Bürgermeister Jean-Pierre Delord, Herr über 200 Seelen,  hat Angst. Aber nicht vor dem Weltuntergang, sondern davor, dass Massen von Esoterikern, Apokalyptikern und Verrückten sein beschauliches Dorf stürmen könnten. Zahlreiche Untergangsjünger sind bereits in den vergangenen Monaten dorthin gepilgert – und haben so den Tourismus in den südwestlichen Pyrenäen kräftig angekurbelt.Die US-Weltraumorganisation "NASA" teilte auf ihrer Internetseite mit, dass die Welt am 21. Dezember 2012 nicht untergehen wird. "So wie der Kalender an Ihrer Küchenwand nicht am 31. Dezember aufhört zu existieren, endet auch der Maya-Kalender nicht am 21. Dezember 2012. Dieses Datum markiert das Ende einer langen Maya-Periode. Doch so wie Ihr normaler Kalender am 1. Januar von vorne beginnt, beginnt nach der Maya-Zählung eine neue lange Periode", heißt es dort.

Oft vorausgesagt

Das "Ende der Welt" wurde seit Menschengedenken oft vorausgesagt. Doch nie ist etwas ernstliches passiert – sieht man einmal vom Aussterben der Dinosaurier ab. Das Leben auf der Erde hat sich immer gehalten, neu geformt, weiter entwickelt. Und das wird es auch nach dem 21. Dezember 2012 tun.

Wir werden Weihnachten und Silvester auf gewohnte Art feiern. Dieses, nächstes, übernächs­tes ... und  sehr, sehr viele mehr. Wahrscheinlich bis zu der Periode, wenn unsere Sonne sich zu einem "Roten Riesen" aufbläht und alles Leben in eine feurige Flut reißt. Aber bis dahin haben wir noch ein paar Millionen Jahre Zeit!

Weltuntergang in Korbach/Animation Manfred Josch:

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