Rathausneubau in Korbach soll Ende des Jahres bezugsfertig sein

Landrat Dr. Reinhard Kubat bei einer Führung durch den Gebäudekomplex unter Leitung von Bürgermeister Klaus Friedrich und Bauamtsleiter Stefan Bublak.
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Landrat Dr. Reinhard Kubat bei einer Führung durch den Gebäudekomplex unter Leitung von Bürgermeister Klaus Friedrich und Bauamtsleiter Stefan Bublak.

Das neue Rathaus wird eines der Wahrzeichen der Kreis- und Hansestadt Korbach sein. Es ist weithin sichtbar und prägt mit seinen drei Frontgiebeln das Stadtbild. Die Architektur fügt sich wesentlich harmonischer als die des Vorgängerbaus aus den siebziger Jahren in das Ensemble der Altstadt ein.

Korbach. Spätestens seit der Fertigstellung des Rohbaus ist klar, dass das neue Rathaus eines der Wahrzeichen der Kreis- und Hansestadt Korbach sein wird. Es ist weithin sichtbar und prägt mit seinen drei Frontgiebeln das Stadtbild. Die Architektur fügt sich wesentlich harmonischer als die des Vorgängerbaus aus den siebziger Jahren in das Ensemble der Altstadt ein. Auf Einladung von Bürgermeister Klaus Friedrich besichtigte Landrat Dr. Reinhard Kubat den Neubau und verschaffte sich einen Eindruck vom aktuellen Stand der Arbeiten.

Besonders beeindruckt hatte den Landrat schon vorab die Tatsache, dass rund 6.000 Tonnen recycelter Bauschutt aus dem alten Rathaus wieder in den Neubau integriert werden konnten. Je nach Qualität des Materials wurde es unter der Bo-denplatte, in Wänden und Decken sowie in der Fassade eingesetzt. Der Landrat wünscht sich, dass diese Praxis Schule macht. „Es ist ein riesiger Fortschritt, wenn wir künftig nicht nur Glas und Metalle als Recyclingmaterial betrachten, sondern auch den Bauschutt“, freute sich Kubat. Denn gerade das Bauen verbrauche einen großen Teil der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Dieses innovative „Urban Mining“ Konzept für das Rathaus Korbach nutzt jedoch nicht nur den abgebrochenen Rathausanbau als „urbane Mine“ und führt die dar-aus zurückgewonnenen mineralischen Baustoffe dem Neubau zu. Vielmehr wird das Gebäude auch nachfolgenden Generationen als wertvolle Rohstoffmine die-nen können: Alle Materialien werden so gefügt, dass sie bei einem späteren Rück-bau oder einer Sanierung sortenrein trennbar sind.

Unter Führung von Bauamtsleiter Stefan Bublak erkundeten Bürgermeister und Landrat die Baustelle. Als beeindruckend empfanden sie dabei die offene und lichtdurchflutete Bauweise, die optische Verbindungen in die Stadt und das Um-land ermöglicht und neue Perspektiven auf die Kilianskirche, die Nikolaikirche so-wie das historische Stadtzentrum eröffnet. „Das neue Rathaus ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Ästhetik und Funktionalität sich nicht ausschließen müssen“, fasste Kubat seine Eindrücke zusammen. Er sei sicher, dass hier einerseits ein in-spirierendes und motivierendes Arbeitsumfeld für die Bediensteten der Stadtverwal-tung entstehe, sich andererseits aber auch die Bürger in diesem Haus heimisch und akzeptiert fühlen würden.

Bürgermeister Klaus Friedrich betonte, dass mit dem Rathausneubau nicht nur städtebauliche Akzente gesetzt worden seien, auch die unbefriedigende bautech-nische, energetische und funktionale Situation des Vorgängerbaus werde damit endgültig überwunden. Aus Rückmeldungen sowohl von Vertretern der Kommu-nalpolitik als auch aus den Reihen der Bürger könne er immer mehr entnehmen, dass der Rathausneubau bereits vor seiner Fertigstellung als Mittelpunkt der Stadt angenommen werde.

Friedrich bedankte sich beim Landrat für die gute Kooperation während des gesamten Planungs- und Bauprozesses. „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis als Genehmigungs- und Denkmalschutzbehörde war angenehm, absolut hilfreich und zielführend“. Ende des Jahres soll das Rathaus bezugsfertig sein, ein genauer Termin für die Einweihung steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Dann können die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt ihr neues Forum offiziell in Besitz nehmen.

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