Spezialkräfte des SEK suchen nach Waffen von rechtsextremer Gruppe in Korbach und Twistetal 

Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der rechtsextremen „Wolfsbrigade“ und der Gründung einer bewaffneten Gruppe sind heute Wohnungen von Tatverdächtigen in Korbach und Twistetal durchsucht worden.

Korbach/Twistetal - Die Bundesanwaltschaft hat heute, 30. Juli 2019, aufgrund von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs die Wohnungen von sechs namentlich bekannten Beschuldigten sowie von vier nicht tatverdächtigen Personen in Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durch Polizeibeamte durchsuchen lassen. Festnahmen sind bislang nicht erfolgt.

Wie der Hessische Rundfunk berichtet, waren es unter anderem Wohnungen in Korbach und Twistetal, die von Spezialkräften durchsucht wurden.

Laut Bundesanwaltschaft stehen die Beschuldigten in dem Verdacht, Mitglieder einer kriminelle Vereinigung zu sein.

„Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen eint die Beschuldigten eine rechtsextremistische Gesinnung. Vor diesem Hintergrund sollen sie im Jahr 2018 innerhalb der Gruppierung „Wolfsbrigade“ die Untergruppierung „Sturmbrigade“ gebildet haben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Diese soll die Aufgabe eines „bewaffneten Arms“ der Gruppierung „Wolfsbrigade“ haben. Das Erklärte Ziel der Gruppierung ist das „Wiedererstarken eines freien Vaterlandes“ nach dem „germanischen Sittengesetz“.

Es besteht der Verdacht, dass diese Ziele auch mittels Gewalttätigkeiten durchgesetzt werden sollen, so die Bundesanwaltschaft.

2018 sind bei mehreren rechtsextremen Demonstrationen Personen mit T-Shirts samt Aufschrift Wolfsbrigade 44 aufgefallen. Im jüngsten Behördenbericht für Mecklenburg-Vorpommern ist die Sturmbrigade 44 benannt, meldet die Mitteldeutsche Zeitung: „Der Verfassungsschutz notiert: „Die Bezeichnung ‚Sturmbrigade‘ soll offensichtlich einen Bezug zu Einheitsbezeichnungen der Waffen-SS herstellen.“

Für die Bundesanwaltschaft dienen die heutigen Durchsuchungen dazu, nähere Erkenntnisse über die Gruppierung „Sturmbrigade“ zu erlangen und zu klären, „ob die Beschuldigten über Waffen verfügen“.

Mit den weiteren Ermittlungen ist das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt beauftragt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance / Uwe Anspach/dpa

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