Rettungsdienst an tatsächlichen Bedarf angepasst

Stellten die Neuerungen im Rettungsdienst vor: Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, die Sachbearbeiterin im Rettungsdienst Manuela Böhm, der Ärztliche Leiter im Rettungsdienst Dr. Rudolf Alexi, der Sprecher der Lehrrettungsassistenten Mirko Esterhaus und der Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Gerhard Biederbick. Foto: pm
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Stellten die Neuerungen im Rettungsdienst vor: Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, die Sachbearbeiterin im Rettungsdienst Manuela Böhm, der Ärztliche Leiter im Rettungsdienst Dr. Rudolf Alexi, der Sprecher der Lehrrettungsassistenten Mirko Esterhaus und der Leiter des Fachdienstes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Gerhard Biederbick. Foto: pm

Um den Landkreis mit einem besseren Rettungsdienst zu versorgen, stehen täglich drei zusätzliche Fahrzeuge und 20 Mitarbeiter mehr zur Verfügung.

Waldeck-Frankenberg. Um die Versorgungsstruktur in Waldeck-Frankenberg weiter zu verbessern, hat der Landkreis den Bereichsplan für den Rettungsdienst überprüft und dem aktuellen Einsatzaufkommen angepasst.

Mehr Rettungswagen und zusätzliches Personal sorgen ab sofort dafür, dass der Rettungsdienst schneller beim Patienten ist und sich damit die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfrist verbessert.Seit Anfang 2015 stehen in Bad Arolsen, Korbach und Frankenberg täglich drei – an Wochenenden und Feiertagen sogar vier – zusätzliche Rettungsfahrzeuge und rund 20 Mitarbeiter mehr zur Verfügung. Bei einigen weiteren vorhandenen Fahrzeugen wurde die Vorhaltezeit erhöht. Das entspricht einer Verbesserung der Kapazitäten in diesem Bereich um 12 Prozent.

"Im letzten Jahr war die Einhaltung der Rettungsfristen immer wieder öffentliches Thema", sagt der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. "Wir haben uns diesem Thema jedoch schon Anfang 2013 angenommen und eine Studie in Auftrag gegeben, die den tatsächlichen Bedarf analysiert." Auf Basis dieser Untersuchung  wurde das Angebot nun ausgebaut – und wird in regelmäßigen Abständen auch weiterhin überprüft.

Im Zuge der Überarbeitung erhöhen sich jedoch nicht nur die Ressourcen; auch die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich noch weiter zu qualifizieren. "Das gängige Berufsbild des Rettungsassistenten wird auslaufen, künftig werden Menschen direkt zu Notfallsanitätern ausgebildet", erklärt der Ärztliche Leiter im Rettungsdienst Dr. Rudolf Alexi. "Um dem Rechnung zu tragen, haben wir mit den Lehrrettungsassistenten des Kreises für 2015 ein Fortbildungskonzept und Script für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes entwickelt."

Im Rahmen einer Zusatzqualifikation werden die Rettungsassistenten innerhalb der nächsten fünf Jahre zu Notfallsanitätern weitergebildet.

Darüber hinaus habe man die saisonal abhängige Winterrettung im Bereichsplan fest verankert und auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den benachbarten Landkreisen ausgebaut."In den vergangenen Jahren haben wir einen stetigen Anstieg der Einsatzzahlen beobachtet", so Jens Deutschendorf. "Den neuen Anforderungen möchten wir mit dem Ausbau des Bereichsplans Rechnung tragen,  um optimale Versorgungsstrukturen im Landkreis zu gewährleisten."

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