Der Rosenkrieg in Korbach: Witzig, makaber und tragisch

Es kracht an allen Ecken und Enden: Der Rosenkrieg auf der Korbacher Freilichtbühne. Hier eine Szene während der Proben.
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Es kracht an allen Ecken und Enden: Der Rosenkrieg auf der Korbacher Freilichtbühne. Hier eine Szene während der Proben.

Es kracht an allen Ecken und Enden. „Eigentlich keine Stoffvorlage für eine Freilichtbühne“, sagt Sabine Lessing, die in diesem Jahr die Spielleitung an der Korbacher Freilichtbühne hat und auch im Stück mitspielt, „wer den Film kennt, wir nicht enttäuscht sein.“

Korbach. Es ist nicht nur eine Meinungsverschiedenheit oder kleine Krise, die Jonathan und Barbara Rose durchleben: Die beiden leben im offenen Krieg. Drohungen und Wortgefechte sind noch die harmlose Variante, Haustiere müssen dran glauben, Autos werden zerstört und Mahlzeiten sabotiert. Er ist ein erfolgreicher Anwalt, sie ist auf der Suche nach neuen Lebenszielen. Und das Ehepaar lebt immer noch im gleichen Haus, gleichzeitig in Scheidung, es kracht an allen Ecken und Enden. Der Rosenkrieg ist keine normale Ehegeschichte, dafür aber sehr skurril, makaber, witzig, aber auch tragisch zugleich.

Eine Farce des „American Way of Life“ und des Spießbürgertums. Vorlage ist der gleichnamige Film von 1989, in Korbach nicht mit Michael Douglas, dafür mit Volker Thielemann als Jonathan und Monika Göge als Barbara. „Eigentlich keine Stoffvorlage für eine Freilichtbühne“ sagt Sabine Lessing, die in diesem Jahr die Spielleitung hat und auch im Stück mitspielt, „wer den Film kennt, wir nicht enttäuscht sein.“

Derzeit wird noch viel geprobt auf der Bühne im Schießhagen. Günther Treptow, Schauspieler aus Wien und schon seit vielen Jahren für Theaterprojekte in der Kreis- und Hansestadt unterwegs, ist angereist und gibt dem Stück und den Mitwirkenden den letzten Schliff.

Auftritt von rechts oder links, Einsatz von Musik und Geräuschen, Bewegungsabläufe und Dialoge, alles muss passen und wird wieder und wieder geübt, bis Treptow und Sabine Lessing zufrieden sind. Hundegebell ist bei unserem Besuch gerade nicht verfügbar, kein Problem: Wird spontan von Günther Treptow übernommen. „Irgendwann brauche ich nicht mehr zu unterbrechen“, sagt der Schauspieler. Insgesamt sind 15 Personen beim Stück beteiligt. Premiere bei der Korbacher Freilichtbühne ist am 14. Juni.

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