Rücken, Hals oder Psyche streiken bei Arbeitnehmern in Hessen am häufigsten

Hessische Arbeitnehmer haben nach einer Erhebung der Deutsche Angestellten-Krankenkasse entweder Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, oder psychische Probleme.

Waldeck-Frankenberg. In nur drei Diagnosegruppen können in Hessen die Mehrzahl der Krankmeldungen von Beschäftigten unterteilt werden.

Nach einer aktuellen Auswertung der Deutsche Angestellten-Krankenkasse meldeten sich 2017 hessische Arbeitnehmer wieder häufiger krank. Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um rund acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Atemwegserkrankungen machten den Hessen im vergangenen Jahr zu schaffen. Ausfälle durch psychische Erkrankungen nahmen ebenfalls wieder deutlicher um sieben Prozent zu.

„Rückenleiden & Co. sind die häufigste Ursache für eine Krankschreibung hessischer Arbeitnehmer“, kommentiert Sötkin Geitner, Leiterin der Landesvertretung der Krankenkasse die aktuelle Entwicklung. Bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der DAK verursachten sie 2017 mit rund 339 Fehltagen die meisten Ausfälle im Land.

Im vergangenen Jahr war jeder zweite hessische Berufstätige mindestens einmal krankgeschrieben. Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage ging auf das Konto von nur drei Diagnosegruppen: Der häufigste Grund für Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen. Mehr als jeder fünfte Ausfalltag (21,9 Prozent) wurde dadurch verursacht. Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Erkältungen folgten auf Rang zwei mit einem Anteil von 16,9 Prozent und psychische Erkrankungen mit 16,4 Prozent auf Rang drei. Verletzungen wie beispielsweise Arbeitsunfälle kamen mit elf Prozent auf Rang vier.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden bundesweit die Daten von 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse ausgewertet.

Rubriklistenbild: © Collage: red

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