Saisonstart der Raser und Poser an Eder- und Diemelsee

Symbolfoto.
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Am Karfreitag haben Polizisten im Rahmen eines landesweiten Aktionstages „Raser“, „Tuner“ und sogenannte „Autoposer“ an zahlreichen Stellen in Waldeck-Frankenberg kontrolliert. Schwerpunkte lagen am Eder- und Diemelsee.

Waldeck-Frankenberg. Am Karfreitag haben Polizisten im Rahmen eines landesweiten Aktionstages „Raser“, „Tuner“ und sogenannte „Autoposer“ an zahlreichen Stellen im Landkreis kontrolliert. Die Schwerpunkte der Verkehrskontrollen lagen am Eder- und Diemelsee, wo Treffpunkte der Szene festgestellt werden konnten.

Insgesamt wurden an dem von der „Autoposerszene“ sogenannten „Carfreitag“ etwa 130 Fahrzeuge kontrolliert, darunter etwa 110 Autos und 20 Zweiräder. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag neben den technischen Veränderungen an den Fahrzeugen auch auf verbotenen Kraftfahrzeugrennen.

Am Morgen des Kontrolltages führten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Geschwindigkeitsmessungen am Diemelsee durch. Dabei konnte aber lediglich ein Verstoß im Verwarnungsbereich festgestellt werden. Darüber hinaus stellten die Polizisten an den Kontrollstellen einen Fahrzeugführer fest, der ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war, zwei Autofahrer hatten keine Fahrzeugpapiere dabei. Gegen einen Verkehrsteilnehmer leiteten sie ein Verfahren wegen Urkundenfälschung ein, drei müssen ihr Fahrzeug demnächst wegen Mängeln bei der Polizei vorführen. Bei einem Autofahrer führten Veränderungen am Fahrzeug zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Gegen Mittag nahm der Verkehr am Diemelsee deutlich zu. Die Polizisten trafen nun auf zwei Gruppen der „Poserszene“, dabei handelte es sich insgesamt um etwa 25 Autos aus Nordrhein-Westfalen. Bei den Überprüfungen der Autos und Fahrer stellten die Polizeibeamten mehrere Mängel fest, die in zwei Fällen eine Verwarnung und in drei Fällen eine Mängelkarte nach sich zogen. Bei zwei Autos führten nicht eingetragene Veränderungen wiederum zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Da sich die Fahrer und Mitfahrer der kontrollierten Gruppen nicht an die gültigen Coronaregeln hielten, leiteten die Polizisten 26 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Coronaverordnung ein. Außerdem wurde allen ein Platzverweis für den Diemelsee erteilt.

Ab dem Nachmittag kontrollierten die Polizeibeamten des Verkehrsdienstes am Edersee, wobei hier der Schwerpunkt im Bereich an der sogenannten „Taucherbucht“ lag. Es konnten insgesamt über 100 Fahrzeuge festgestellt werden, die sich überwiegend in Kleingruppen auf Parkplätzen um den Edersee aufhielten. Zwischen Waldeck und Waldeck-West standen viele junge Menschen, die offensichtlich die vorbeifahrenden „Poser“ beobachteten. Die Polizisten ahndeten über 20 Parkverstöße und beanstandeten knapp 10 Fahrzeuge. Letztlich erteilten sie etwa 60 Platzverweise an Personen der „Poserszene“ und in etwa die gleiche Anzahl an die Zuschauer.

Auch hier wurden wieder Verstöße gegen die Coronaverordnung festgestellt, es kam zu insgesamt sieben Anzeigen. Dies betraf insbesondere eine Gruppe von jungen Männern und Frauen aus dem Werra-Meißner-Kreis, die sich auf einem Parkplatz an der „Taucherbucht“ aufhielten und dabei die Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften nicht beachteten.

Bei den Kontrollen im restlichen Kreisgebiet konnten keine gravierenden Verstöße festgestellt werden.

Auch außerhalb von Aktionstagen wird die Polizei weiterhin regelmäßig gezielte Kontrollmaßnahmen vornehmen, um den Gefahren, die durch Tuner und Poser im Straßenverkehr verursacht werden, entgegenzuwirken, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

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