Sauberes Wasser: Einzigartiges Forschungsprojekt erfolgreich beendet

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Alina Kosmützky, Dr. Wernfried Schier, Prof. Franz-Bernd Frechen (alle Uni Kassel), Ronny Körner, Bürgermeister Klaus Friedrich (Stadt Korbach) und Abwassermeister Mario Angenendt (Abwasserverband Ittertal).

Wie kann man das im Retentionsbodenfilter vorgereinigte Abwasser noch weiter reinigen und dabei Phosphate, Schwermetalle und Spurenstoffe bis hin zu Arzneimittelresten noch besser abbauen? Dieser Frage ging das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel nach.

Korbach. Wie kann man das im Retentionsbodenfilter bei der ehemaligen Kläranlage vorgereinigte Abwasser noch weiter reinigen und dabei Phosphate, Schwermetalle und Spurenstoffe bis hin zu Arzneimittelresten noch besser abbauen? Dieser Frage ging das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel in einem deutschlandweit einzigartigen Forschungsprojekt seit 2015 in einem Versuch nach, der jetzt beendet wurde.

Zum Abschluss des Projekts stellten Prof. Franz-Bernd Frechen, Dr. Wernfried Schier und Alina Kosmützky dem Magistrat das überragende Ergebnis vor. „Vor Beginn des Versuches“, so Dr. Schier, „lief das aus dem Retentionsbodenfilter bei Starkregen überlaufende Wasser direkt in den Kuhbach. Der Bodenfilter wurde vor rund acht Jahren am Standort der ehemaligen Kläranlage errichtet, um das in den Kuhbach fließende Wasser vorzureinigen. Zwischen Ablauf und Kuhbach wurde nun als zweite Stufe die Versuchsanlage der Universität Kassel errichtet.“

Im Wesentlichen besteht diese Anlage aus zwei hintereinander durchströmten Behältern. Im ersten Behälter, der mit einem eisenhaltigen Granulat befüllt ist, werden Phosphate abgebaut. Dies geschieht so erfolgreich, dass der Ablauf aus diesem Behälter nahezu vollständig phosphatfrei ist. Das einzigartige des Korbacher Forschungsprojekts ist die zweite Stufe der Anlage. Die Befüllung besteht aus Aktivkohle. Diese dient dazu, Schwermetalle, aber auch Arzneimittelreste wie beispielsweise Diclofenac, aus dem Abwasser zu eliminieren. Auch diese Stufe arbeitet sehr erfolgreich. Die Stoffe konnten selbst mit feinsten Messgeräten kaum mehr nachgewiesen werden. „Solche hervorragenden Ergebnisse hatten wir Anfangs nicht erwartet“ so Prof. Frechen. „Einen Antrag zur Fortführung des Projektes haben wir beim Land Hessen gestellt. Hierüber muss aber im Umweltministerium noch entschieden werden.“

Bürgermeister Klaus Friedrich bedankte sich für die Darstellung der Ergebnisse und sicherte zu, dass sich die Stadt Korbach für die Fortführung des Projektes einsetzt. Alina Kosmützky, die das Projekt in Korbach im Rahmen ihres Studiums betreut hat, nun aber aus dem Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft ausscheidet, wünschte er viel Erfolg für ihre anstehende Masterarbeit.

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