Schafhaltung nimmt selbst in der Ökomodellregion ab

Schafhaltung ist in ihren Augen eine Notwendigkeit: Kerstin Arndt, Ralf Gutheil, Carsten Müller alle LPV), Jessica Albers ehem. Projektmanagerin Ökomodellregion), Ghazal Brehl Schafhalter), Daniela Braun Schafhalterin), Jacqueline Bienhaus LPV), Oliver Diehl Schafhalter) und Dr. Reinhard Kubat.
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Schafhaltung ist in ihren Augen eine Notwendigkeit: Kerstin Arndt, Ralf Gutheil, Carsten Müller alle LPV), Jessica Albers ehem. Projektmanagerin Ökomodellregion), Ghazal Brehl Schafhalter), Daniela Braun Schafhalterin), Jacqueline Bienhaus LPV), Oliver Diehl Schafhalter) und Dr. Reinhard Kubat.

Schafe sind wahre Allrounder: unersetzlich in der Landschaftspflege, tragen sie zum Natur- und Artenschutz bei und fördern den Tourismus, liefern hochwertige regionale Produkte wie Milch, Wolle oder Fleisch. Die Schafhaltung ist in der heutigen Zeit jedoch mit einigen Problemen verbunden.

Waldeck-Frankenberg. Schafe sind wahre Allrounder: unersetzlich in der Landschaftspflege, tragen sie zum Natur- und Artenschutz bei und fördern den Tourismus, liefern hochwertige regionale Produkte wie Milch, Wolle oder Fleisch.

Die Schafhaltung ist in der heutigen Zeit jedoch mit einigen Problemen verbunden. Wegen des geringen Interesses an Schafsmilch, –wolle und -fleisch, fehlen die Einnahmen.

Auch bezahlte Landschaftspflegemaßnahmen können dies nicht ausgleichen, zumal Kooperationen mit anderen Landwirten zur Beweidung eher selten sind.

Und Schafhalter sehen sich durch die Wiederansiedlung des Wolfes vor weitere Schwierigkeiten gestellt. Manche geben deswegen sogar auf, viele verkleinern den Tierbestand.

Das ist wiederum nachteilig für die Ökomodellregion Waldeck-Frankenberg und den heimischen Landschaftspflegeverband. Darum wollen Kreis und Verband die regionale Schafhaltung mehr wertschätzen und tragen das Thema in die Öffentlichkeit.

Die Schafhaltung ist aus den genannten Gründen seit Jahren rückläufig. Wobei der Landkreis Waldeck-Frankenberg noch als einer der schafreichsten Kreise in Hessen gilt. Hier werden aktuell in rund 450 Herden rund 10.000 Schafe gehalten, wie der Landkreis mitteilt. 2018 waren es noch 12.500 Tiere, im Jahr 2015 rund 13.400.

Landrat Dr. Reinhard Kubat für die Ökomodellregion und Bad Wildungens Bürgermeister Ralf Gutheil als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes LPV) wollen das ändern. Sie rufen gemeinsam dazu auf: „Unterstützen Sie die Schafhalter, indem sie regionale Schafprodukte kaufen.“

Wo die Produkte zu finden sind, nennt ein neuer Flyer, der auf den Webseiten des Landschaftspflegeverbandes www.lpv-wa-fkb.de und der Ökomodellregion www.oekomodellregionen-hessen.de/region/landkreis-waldeck-frankenberg als Download zur Verfügung steht. Druckexemplare sind erhältlich unter Tel. 05631-954565 oder unter E-Mail info@lpv-wa-fkb.de.

In Zusammenarbeit mit einem Schafhalter wurde die Infobroschüre erstellt, die auf die Bedeutung der Schafe für unsere Umwelt aufmerksam machen soll. Im Projekt „Schafe – Allrounder der Natur“ möchte die Ökomodellregion Schafhalter zudem untereinander vernetzen und sie dadurch unterstützen. Dies ist auch dem Landschaftspflegeverband ein besonderes Anliegen, da Landschaftspflege ohne Beweidung nicht möglich ist.

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