Schlauer gegen Klauer: So vermiesen Sie Taschendieben die Tour auf dem Weihnachtsmarkt

Einige Weihnachtsmärkte in Hessen haben bereits geöffnet, heute starten die großen in Frankfurt und Kassel. Paradiese für Taschendiebe. Daher gibt die Polizei einige Verhaltenstipps, um nicht Opfer der Langfinger zu werden.

Waldeck-Frankenberg - Für viele Menschen gehört der Besuch eines Weihnachtsmarktes in der Vorweihnachtszeit einfach dazu. Doch Vorsicht: besonders in den großen Städten sind häufig Langfinger unterwegs, um im dichten Marktgedränge unerkannt zuzuschlagen.

„Die Taschendiebe suchen ganz gezielt die Enge auf den Märkten. Einer lenkt dann das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und ein Dritter nimmt das Diebesgut an sich und entschwindet damit im Gedränge“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention. Beliebt ist auch der Drängel-Trick: Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi "griffbereit" anbietet.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2017 in Deutschland insgesamt 127.376 Taschendiebstähle angezeigt, es entstand ein Schaden von 41,3 Millionen Euro. Um nicht auch Opfer von Taschendieben zu werden, helfen die Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention. Sie sind auf der Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“ kurz zusammengefasst. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder unter http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/

Weitere Tipps der Polizei lesen Sie im grauen Infokasten. Damit Sie den Bummel über den Weihnachtsmarkt unbeschwert genießen können, gibt Ihnen die Polizei folgende Tipps:

- Nehmen Sie nur so viel Bargeld und Zahlungskarten mit, wie Sie tatsächlich benötigen.

- Tragen Sie Geld, Zahlungskarten, Papiere und andere Wertgegenstände immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.

- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper. Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder "in die Zange" genommen werden.

- Wenn es doch zum Diebstahl gekommen ist und Ihnen Ihre Zahlungskarte entwendet wurde, lassen Sie diese sofort mit dem Sperrnotruf 116 116 sperren. Wenn sich Ihre Bank diesem Notruf nicht angeschlossen hat, wenden Sie sich direkt an Ihr Kreditinstitut.

- Damit Ihre Debitkarte (z.B. girocard, früher EC-Karte) auch für das elektronische Lastschriftverfahren gesperrt werden kann, für das Sie lediglich eine Unterschrift brauchen, müssen Sie den Verlust bei der Polizei melden. Erst dann wird die Karte beim Bezahlen in Geschäften auch im Lastschriftverfahren abgelehnt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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