Schnee zählt nicht

Waldeck-Frankenberg. Wer entscheidet, wann, ob und wie viel Winter ist und warum, war die viel diskutierte Frage seit Landrat Dr. Kubat durch seinen B

Waldeck-Frankenberg. Wer entscheidet, wann, ob und wie viel Winter ist und warum, war die viel diskutierte Frage seit Landrat Dr. Kubat durch seinen Beschluss im Dezember die Weihnachtsferien witterungsbedingt um eineinhalb Tage vorverlegte. Was die einen freute, ärgerte die anderen, weil beispielsweise die angesetzten Klassenweihnachtsfeiern ausfallen mussten (wir berichteten). Auch bei Lehrerinnen und Lehrern fand die Maßnahme ein geteiltes Echo. Klarheit und Eindeutigkeit der Kommunikationswege wurde vielerorts vermisst.Nun gibt den demonstrativen Schulterschluss von Landkreis und staatlichem Schulamt mit klaren Regelungen für die Zukunft. Allein extreme Auswirkungen von Naturgewalten sollen künftig Grund für Unterrichtsausfall und Schulschließungen sein. Starker Schneefall zählt nicht mehr dazu. Jetzt sind auch in erster Linie die Eltern in der Pflicht zu entscheiden, bei welchem Wetter sie ihre Kinder zum Unterricht schicken, und auch die Busfahrer dürfen einschätzen, ob die Straßen sicher zu befahren sind. Eine schriftliche Entschuldigung für die Schule genügt nachträglich. Allerdings hat der Landrat immer noch die Möglichkeit, bei extremen Wetterlagen den Schulbusverkehr abzusagen, nicht aber den Unterricht.Was für die Schüler gilt, gilt für Lehrer noch lange nicht. Die Schulen werden zukünftig in jedem Fall offen sein und die Möglichkeit der Betreuung anbieten. Und die Lehrer müssen prinzipiell selbst bei Unterrichtsausfall anwesend sein. Auch diese Entscheidung sorgt zumindest für Klarheit und beseitigt Missverständnisse. An einer Korbacher Schule durften nämlich im Dezember zwar die Schüler nachhause gehen, nicht aber die Lehrer. Viele wussten das nicht, bezogen entsprechende Lautsprecherdurchsagen auch auf ihr Dienstende und müssen nun "nachsitzen", das heißt, die versäumte Zeit nachholen, was für viel Ärger sorgt. Andere Schulen sahen das deutlich lockerer.Alle begrüßen aber insgesamt die nun klaren Entscheidungswege, müssen sich allerdings darauf einstellen, bei "viel Winter" mit dezimierter Schülerzahl umzugehen. Schulleiter Robert Gassner, ALS Korbach, erklärte auf Anfrage, dass er sehr zufrieden ist mit den eindeutigen Regeln, hätte sich diese allerdings schon früher gewünscht.

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