Schockmoment für Lokführer - Zug überfährt menschenähnliche Puppe

Der betroffene Zug der Kurhessenbahn.
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Der betroffene Zug der Kurhessenbahn.

Weil er glaubte, einen Menschen zu überfahren, leitete ein Lokführer der Kurhessenbahn am Bahnübergang zwischen Volkmarsen und Külte eine Schnellbremsung ein.

Volkmarsen - Einen Schock erlitt am Abend des 21. Januar gegen 21.30 Uhr ein 44-jähriger Lokführer der Kurhessenbahn. Weil er glaubte, einen Menschen zu überfahren, leitete der Bahnmitarbeiter sofort eine Schnellbremsung ein. Nach dem Vorfall musste der 44-Jährige abgelöst werden. Auch die Reisenden im Zug wurden durch die Bremsung überrascht. Nach ersten Ermittlungen gab es keine Verletzten.

Die alarmierte Bundespolizei rückte sofort mit Blaulicht und Martinshorn aus. Nach der ersten Aufregung stellte sich heraus, dass es sich um eine selbst gebaute Puppe handelte. Dies war für den Lokführer vorerst nicht zu erkennen. Bislang Unbekannte hatten die mit echter Kleidung versehene Puppe, im Bereich eines Bahnüberganges an der L 3080 zwischen Volkmarsen und Külte mit dem Rücken zur Fahrtrichtung auf den Gleisen deponiert.

Wegen des Vorfalles war der Streckenabschnitt für rund eine Stunde gesperrt. Zwei Züge hatten dadurch erhebliche Verspätungen.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Zeugenhinweise sind unter der Tel.-Nr. 0561/81616-0 bzw. über www.bundespolizei.de erbeten.

Ein vergleichbarer Fall ereignete sich bereits am Abend des 20. Januar im Bereich Marsberg. Auch hier hatte ein Zug eine Puppe überfahren. Diesen Fall bearbeitet die Bundespolizei in Dortmund.

Hinweis der Bundespolizei

Wenn Züge Schnellbremsungen machen, werden Fahrgäste immer überrascht und können sich durch Stürze oder umherfliegende Gegenstände verletzten. Wer Gleise betritt, um dort beispielsweise Hindernisse zu deponieren, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch Dritte in Gefahr. Zudem ist das Betreten von Bahnanlagen durch Unbefugte verboten. Bei Unfällen können, neben strafrechtlichen Konsequenzen, möglicherweise auch zivilrechtliche Folgen, in Form von Schadensersatzansprüchen, auf die Verursacher zu kommen.

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