Schüler können ins Studium „schnuppern“

Korbach/Wetzlar. Gerade in ländlichen Regionen machen sich demographischer Wandel und der damit verbundene Mangel an Nachwuchskräften für die Unter

Korbach/Wetzlar. Gerade in ländlichen Regionen machen sich demographischer Wandel und der damit verbundene Mangel an Nachwuchskräften für die Unternehmen besonders bemerkbar. StudiumPlus und die Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen wollen künftig gemeinsam darauf hinarbeiten, dass mehr junge Menschen in der Region studieren und ihr auch verbunden bleiben. Die Beruflichen Schulen haben deshalb mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und dem CompetenceCenter duale Hochschulstudien (CCD) einen Kooperationsvertrag geschlossen, die eine Stärkung der dualen Studienangebote, die StudiumPlus bereits in der Region bereitstellt, zum Ziel hat. Die Schüler der Beruflichen Schulen sollen das duale Studium in einem "Schnupperprogramm" schon einmal ausprobieren können, Hemmschwellen dabei abbauen und herausfinden, welcher Studiengang der richtige für sie ist. "Das ist eine Möglichkeit, den Zugang zur akademischen Bildung zu erleichtern", sagte Prof. Dr. Harald Danne, Leitender Direktor von StudiumPlus. Künftig wolle StudiumPlus solche Kooperationen auch im Lahn-Dill-Kreis verstärkt anbieten, kündigte Danne an.

Die dualen Studienangebote von StudiumPlus werden nicht nur am Standort in Wetzlar angeboten, sondern an mittlerweile vier Außenstellen in Bad Hersfeld, Bad Wildungen, Biedenkopf und Frankenberg. Das Studium, das zur Hälfte aus Praxisphasen in einem Unternehmen besteht, ist eine hervorragende Möglichkeit, qualifizierten Nachwuchs für die Region zu sichern – das betonte Norbert Müller, Vorsitzender des CCD, in dem über 500 Partnerunternehmen organisiert sind.

Um Schüler schon während der Schulzeit die Möglichkeit zu geben, in Studiengänge hineinzuschnuppern, wird StudiumPlus in Frankenberg und Bad Wildungen Frühstarterprogramme auflegen. In ihnen können Schüler schon einmal das duale Studium kennenlernen und praxisnahe Vorlesungen besuchen. Zum Frühstarter-Programm gehören auch Besuche in den Partnerunternehmen des dualen Studiums. Am Ende steht eine Klausur, dafür bekommen die Schüler aber auch Credit Points, die sie im "echten" Studium anrechnen lassen können.

Mit Informationsveranstaltungen soll den Schülern im neuen Jahr das Frühstarterprogramm vorgestellt werden. Die erste Gruppe könnte im Frühjahr starten. Angeboten wird der Studiengang BWL. Stattfinden werden die Vorlesungen an einigen Tagen in den Ferien und an einigen Samstagen. Dafür haben die, die die Klausur bestehen, am Ende schon die ersten Credit Points für ihr künftiges Studium in der Tasche.

Die Kooperation sieht auch vor, dass sich die Lehrenden an Schule und Hochschule intensiver austauschen. Dabei solle auch darauf geachtet werden, dass Lehrinhalte, die in der Beruflichen Schule bereits vermittelt werden, im Studium angerechnet werden können, so Danne.

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