"Schulabschluss mit SPass": Projekt ermöglicht Geflüchteten Einstieg in die Gesellschaft

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Die Schüler des Projekts „Schulabschluss mit SPass“ mit Helga Haase (3. v. l., Dozentin Asklepios),Ingred Eckhardt (3. v. r., Deutschlehrerin VHS) und Manfred Schöttke (r., Soziale Begleitung).

In der ersten Klasse des Projekts nehmen 12 Flüchtlinge und Migranten teil. Sie Erwerben zunächst ihren Hauptschulabschluss und haben anschließend die Möglichkeit, einen Pflegeberuf zu erlernen.

Bad Wildungen - Das Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Nordhessen leistet mit der Volkshochschule Schwalm-Eder seinen Teil zur Integration von Flüchtlingen. Seit einem Jahr läuft nun das Projekt „Schulabschluss mit SPass“ in dessen Rahmen 12 Flüchtlinge und Migranten nicht nur den Hauptschulabschluss, sondern auch die Qualifizierung zum Service- und Pflegeassistenten erwerben können. Berufspädagogin Claudia Hundertmark-Vogel zieht nun ein positives Fazit.

Das Zusammentreffen verschiedener Kulturen und Religionszugehörigkeiten habe sich spannend, aber problemlos gestaltet. „Dank des gegenseitigen Respekts und der gemeinsamen Ziele lässt sich alles prima bewerkstelligen“, berichtet sie. Drei Iraker, zwei Afghanen, vier Eritreer sowie ein Iraner, Äthiopier und Pakistani nehmen am Projekt teil. Als Begleiter bei Behördengängen und sonstigen Problemen steht Christoph Schöttke im Hintergrund bereit. Sein kleiner Stellenanteil wurde durch die Unterstützung der beiden Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck Frankenberg geschaffen. Des Weiteren hat sich ein großes Netzwerk von privat engagierten Menschen gebildet, die einzelne Personen sehr eng begleiten.

„Die Bereitschaft und das Interesse der ehrenamtlichen Helfer ist etwas ganz Besonderes und ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung“, so Hundertmark-Vogel. Sie und ihre Lehrerkollegen sind optimistisch, dass viele Teilnehmer den Hauptschulabschluss und die zeitgleiche Ausbildung zum Service- und Pflegeassistenten schaffen werden. Probleme machen nur die unterschiedlichen Bildungsstandards der Herkunftsländer. „Irgendwie muss man es schaffen, allen Teilnehmern gerecht zu werden, was bei der Vielfalt der Bildungshintergründe nicht immer leicht ist. Nichtsdestotrotz drücken alle Teilnehmer hochmotiviert die Schulbank“, ergänzt Hundertmark-Vogel. Denn sie möchten unbedingt auch die Weiterqualifizierungs-Chancen nutzen, die ihnen nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses im Pflegebereich geboten werden.

Am 1. April 2019 startet die einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. „Ich habe so viel gelernt und diese Ausbildung ist für mich eine riesige Chance, einen Beruf zu erlernen. Ich möchte gerne Krankenschwester oder Altenpflegerin werden“, erzählt Teilnehmerin Suat Mirza, 27, aus dem Irak und Mutter von drei Kindern. Am 11. Februar beginnt der nächste Durchlauf des Projektes. Interessierte können sich Infos holen unter www.asklepios-fuw-hessen.de einholen oder sich telefonisch melden. Ansprechpartnerin ist Claudia Hundertmark-Vogel, Tel: 05621-7952413 oder c.hundertmark@asklepios.com.

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