Soziale Orte auf dem Land stärken: Landkreis ruft zur Teilnahme an Studie auf

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Prof. Dr. Claudia Neu und Landrat Dr. Reinhard Kubat (rechts) geben den Startschuss für die Bürgerbefragung in Waldeck-Frankenberg.

Mit der Teilnahme an der Befragung liefern die Menschen in Waldeck-Frankenberg wichtige Hinweise für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Gestaltung ihrer Heimat.

Waldeck-Frankenberg - Wie können Kommunen dem demografischen Wandel entgegentreten? Welche Bedeutung haben Heimat und Zusammenhalt auf dem Land? Und welche Bedingungen braucht es, um soziale Orte im ländlichen Raum zu stärken? Diesen und weiteren Fragen geht die Georg-August-Universität Göttingen jetzt in einer Studie nach. Die Erhebungen finden auch in Waldeck-Frankenberg statt. Dafür ist die Uni auf die Unterstützung der Bürger angewiesen. Der Landkreis ruft daher dazu auf, an der Befragung, die am 11. März startete, teilzunehmen – online oder per Post.

Dorfläden, Vereinsheime und Gastwirtschaften sind klassische Soziale Orte, an denen Menschen zusammenkommen – insbesondere in ländlich geprägten Gebieten. Soziale Orte sind laut Prof. Claudia Neu von der Uni Göttingen aber noch viel mehr: „Sie schaffen Öffentlichkeit, begründen Gemeinwohl, knüpfen Netzwerke und ermöglichen neue Formen der Beteiligung – und festigen so lokale Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Prof. Dr. Claudia Neu und ihr Team sind neugierig, wie dies in Waldeck-Frankenberg bewertet wird. Welchen Stellenwert hat der gesellschaftliche Zusammenhalt? Welche sozialen Rahmenbedingungen braucht es, damit Menschen zusammenkommen und gemeinsame Aktivitäten starten und wie werden diese von den Bürgern hier bewertet? Diese Fragen beschäftigen das Team im Rahmen des Projekts.

Dazu haben sie einen Fragebogen entwickelt, der ab sofort online ausgefüllt werden kann. Unter www.soziale-orte-studie.de können Bürger an der Befragung teilnehmen – und helfen so, ihre Heimat weiterzubringen. Außerdem liegen an dem 25. März zusätzlich dazu gedruckte Fragebögen beim Landkreis und den Städten und Gemeinden aus. „Wir möchten herausfinden, wie sich das Potenzial unseres Landkreises noch weiter verbessern lässt – und auch, an welchem Stellschrauben wir als Kommune dabei noch drehen sollten“, so Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Und wer könnte die Situation in Waldeck-Frankenberg besser beurteilen, als unsere Bürger?“ Kubat ruft daher alle Waldeck-Frankenberger auf, an der Befragung teilzunehmen. „Daraus ergeben sich auch für uns wertvolle Informationen.“

Neben Waldeck-Frankenberg nimmt auch der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt an der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studie der Uni Göttingen mit dem Gesamt-Titel „Das Soziale Orte Konzept. Neue Infrastrukturen für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ teil. „Wir bitten um aktive Teilnahme an der Befragung“, betont Prof. Dr. Neu, denn nur so können wir die Einschätzungen der Bürger direkt in unsere Forschung einfließen lassen.“ Dabei geht es insbesondere um das Leben in Waldeck-Frankenberg, wie es um ehrenamtliche Arbeit oder Treffpunkte im Ort steht, wo nachgebessert werden könnte und welche Bereiche besonders erfolgreich sind.

Mit der Teilnahme an der Befragung liefern die Menschen in Waldeck-Frankenberg wichtige Hinweise für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Gestaltung ihrer Heimat. Alle im Rahmen der Befragung gesammelten Informationen werden von den Forschern selbstverständlich absolut vertraulich und anonym behandelt. Eine Rückverfolgung der Daten auf die Teilnehmer ist nicht möglich.

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