Spatz an der Spitze: NABU lässt die Wintervögel zählen

An der Zählaktion "Stunde der Wintervögel" nahmen 136.000 Vogelfreunde in ganz Deutschland teil. Im Vergleich zum Vorjahr wurden bundesweit wieder mehr Vögel in den Gärten gesichtet.

Hessen - Nach den niedrigen Zahlen im vergangenen Winter haben sich in diesem Jahr wieder mehr Wintervögel in Hessens Gärten und Parks eingefunden. Das hat die Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ ergeben.

In Hessen haben sich 7.900 Vogelfreunde an der Aktion beteiligt und insgesamt 223.005 Vögel gezählt. Bundesweit zählten über 136.000 Vogelfreunde mehr als 3,5 Millionen Vögel. 2018 wurden rund 39 Vögel pro Garten gemeldet, 2017 waren es nur 32 Vögel.

2011 konnten bei der ersten Stunde der Wintervögel dagegen noch 46 Vögel pro Garten notiert werden. Seit Beginn der Wintervogelzählungen im Jahr 2011 seien die Gesamtzahlen gemeldeter Vögel um 2,5 Prozent pro Jahr zurückgegangen. „Überlagert wird dieser Trend durch die Auswirkungen jährlich unterschiedlicher Witterungs- und Nahrungsverhältnisse“, erklärt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler.

Grundsätzlich kämen in milderen Wintern, wie den letzten beiden, weniger Vögel in die Gärten, da sie auch außerhalb der Siedlungen genug Nahrung fänden. Dennoch fehlten im letzten Jahr viele Meisen und waldbewohnende Finkenarten, während sie in diesem Winter wieder in gewohnter Anzahl gesichtet wurden.

„Erklären lässt sich dies vermutlich durch das von Jahr zu Jahr sehr unterschiedliche Angebot an Baumsamen in den Wäldern. Je weniger Samen, desto eher nehmen diese Vögel naturnahe Gärten und Vogelfütterungen dankbar an“, so Eppler.

Der Haussperling (Spatz) konnte auch 2018 seinen Platz als häufigster Gast am Futterhaus verteidigen. Kohl- und Blaumeise haben sich den zweiten und dritten Platz zurückerobert.

Rubriklistenbild: © Foto: NABU/Fotonatur

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