Mit "Speed-Dating" und Praktikum zur Ausbildung im Traumjob

Nicht immer ist es das herkömmliche Bewerbungsverfahren, das Azubi und Lehrbetrieb zusammenführt. Der 22-jährige Christian Grötsch aus Frankenau s

Nicht immer ist es das herkömmliche Bewerbungsverfahren, das Azubi und Lehrbetrieb zusammenführt. Der 22-jährige Christian Grötsch aus Frankenau sammelte beim sogenannten "Speed-Dating" der Kreishandwerkerschaft wertvolle Punkte und sicherte sich so den Ausbildungsplatz zum Fachlageristen bei der Bergheimer Landmaschinenfirma Krummel.

Das Bewerbungsgespräch im Eilverfahren, eingebettet in den "Job-Day" bei der Kreishandwerkerschaft, dauerte gerade mal 30 Minuten. Darin präsentierte sich Christian Grötsch seinem späteren Arbeitgeber und Geschäftsführer Holger Krummel so überzeugend, dass der junge Mann aus Frankenau den Zuschlag für die Ausbildungsstelle bekam. Seit Anfang August läuft die zweijährige Lehre zum Fachlageristen in dem Edertaler Betrieb, der 15 Mitarbeiter hat und alle Geräte und Maschinen für die Feld- und Grünlandbearbeitung verkauft und repariert.

"Das persönliche Gespräch hat viel gebracht", verdeutlicht Armin Honisch von dual regional des Berufsförderungswerkes bei der Kreishandwerkerschaft. Dabei sei es nicht in erster Linie um schulische Leistungen gegangen. Vielmehr könnten die Bewerber ihr Gegenüber auf andere Weise von sich überzeugen - Werte, die sich in einer schriftlichen Bewerbung nur schlecht auf den ersten Blick darstellen lassen. Ein zweiwöchiges Praktikum im Betrieb festigte die Meinung, die Holger Krummel von seinem neuen Auszubildenden gewonnen hatte. "Alle Dinge, die wir Christian auftragen, führt er schnell und gewissenhaft aus", lobt auch Ausbilder Gerhard Althoff seinen Schützling.

Zufrieden ist Althoff aber auch von Pierre Zappe, dem 18-Jährigen aus Waldeck, der ebenfalls seit Anfang August bei Krummels in die Lehre geht. Der Waldecker wird in dreieinhalb Jahren zum Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik ausgebildet. Den Kontakt zur Firma Krummel knüpfte Pierre Zappe über dual regional, wo er sich direkt um eine Ausbildungsstelle beworben hatte - allerdings als Kfz-Mechaniker. Seit dem Praktikum im Bergheimer Betrieb ist der junge Mann aber überzeugt von den Landmaschinen: "Die Größe macht's", sagt der 18-Jährige. An den Agrar-Giganten lasse sich wegen der großzügigen Abmessungen leichter arbeiten, die Technik sei aber dennoch sehr anspruchsvoll. Schon kurz nach Beginn der Ausbildung hat das Edertaler Traditionsunternehmen seinem neuen Lehrling in Aussicht gestellt, später auch die Meisterausbildung absolvieren zu dürfen. "Es wird für uns immer schwieriger, Fachkräfte zu finden und in der Region zu halten", verdeutlicht Ausbilder Althoff ein Problem des ländlichen Raums.

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