Spielend Therapieren: Die Memorebox will mit Videospielen Senioren gesünder machen

MemoreBox - Therapeutische Computerspiele in Pflegeinrichtungen: Digitalministerin Sinemus übernimmt Schirmherrschaft für das Projekt in Hessen.
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Wie sich die Zeiten ändern. Galten Videospiele früher noch als Beeinträchtigung für die kindliche Entwicklung, sollen sie heute die Entwicklung und Fitness im Alter fördern und die Altenpflege verbessern. Darauf hoffen Pflegeeinrichtungen und Krankenkassen aktuell.

Bad Arolsen - Der Ansatz: Zufriedene Bewohner sind pflegeleichter und benötigen dadurch weniger personellen Aufwand. Das kann wiederum Pflegekräfte und Therapeuten entlasten und die Kosten für die Pflege reduzieren.

Dies motiviert Krankenkassen, wie die Barmer, und moderne Einrichtungen, wie das Waldecksche Diakonissenhaus Sophienheim (WDS) in Bad Arolsen, neue Wege zu beschreiten. Im WDS-Helenenheim können seit dieser Woche Senioren am Großbildfernseher Videospiele der Memorebox ausprobieren. Kegeln, Karaoke, Tanzen, Fahrsimulation, Briefträger spielen oder Tischtennis stehen zur Auswahl. Navigation, Skifahren und Fortbewegung am Fluss sind künftig angedacht.

Der Spaß steht dabei im Vordergrund und den haben sowohl die spielenden als auch die zuschauenden Senioren beim Vorstellungstermin. Stunden vorher konnten bereits die ausgewählten Teilnehmer nach einer Einweisung die Spielekonsole testen.

Das Besondere: Jeder Spieler wird von einem Kamerasensor erkannt und kann durch eigene Bewegungen und Gesten das Programm steuern. Körperliche Handicaps spielen nahezu keine Rolle. Kurze Anweisungen via Lautsprecher erklären, was zu tun ist. Kinderleicht ist der Einstieg und das Spielen. Das soll auch so sein.

Der Wohlfühlfaktor ist in die Spiele eingeflossen, wie Jens Brandis, Projektleiter im Memorebox-Entwicklerteam, unterstreicht: „Unsere Spiele verzichten auf Reizüberflutung und Niederlagen. Hier ist der Weg das Ziel.“ Doch gleichzeitig soll auch ein therapeutischer Ansatz gepflegt werden. Reaktionsvermögen, Multitasking, Wahrnehmungsfähigkeiten und Beweglichkeit sollen gefördert werden.

Für das WDS ist die Teilnahme am Memorebox-Test eine willkommene Ergänzung. 138 Bewohner sowie 30 Senioren in der Tagespflege werden hier betreut. Patientenakten sind bereits digital und WLAN hat seit der Modernisierung 2016 in den Zimmern Einzug gehalten.

„Wir wollen Erfahrung mit Innovationen verbinden“, macht Pfarrer Oswald Beuthert klar, der in drei Jahren das 150-jährige Bestehen des WDS vor Augen hat.

Hessens Ministerin für Digitales, Kristina Sinemus, deren Mutter im WDS-Helenenheim betreut wird, hat sich kurzerhand als Schirmherrin bereit erklärt, das Projekt zu unterstützen. Sie ist überzeugt vom Nutzen: „Digitalisierung soll dem Menschen nutzen und das geschieht hier.“

Auch für die Barmer ist die Memorebox eine sinnvolle Ergänzung. Allerdings soll nach den kommenden zwölf Testmonaten erst entschieden werden, ob die Krankenkasse als möglicher Kostenträger das therapeutische Gaming als Prävention etabliert.

Mehr dazu:

Wissenschaftliche Begleitung der MemoreBox zeigt noch keine Wirksamkeit

Zwischenruf zur MemoreBox: Die Entwickler halten sich für unvergleichlich

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