Sicherheitsgründe: Klinik legt Patienten tiefer

Mitarbeitende der Klinik mit (von rechts) Pflegedienstleiterin Gerlinde Stremme, Geschäftsführer Sassan Pur, Caroline Rutkowski von der Pflegedienstleitung, Geriatrie-Teamleiterin Nina Isabelle Weber und Thorsten Schulte (links) vom Bettenhersteller.
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Mitarbeitende der Klinik mit (von rechts) Pflegedienstleiterin Gerlinde Stremme, Geschäftsführer Sassan Pur, Caroline Rutkowski von der Pflegedienstleitung, Geriatrie-Teamleiterin Nina Isabelle Weber und Thorsten Schulte (links) vom Bettenhersteller.

Patienten werden im Stadtkrankenhaus Korbach künftig „tiefergelegt“. Das hat weniger mit Tuning zu tun, sondern dient der Sturzprohylaxe, insbesondere für gebrechliche Patienten.

Korbach - „Aus dem Bett zu fallen ist ein Alptraum“, heißt es seitens des Stadtkrankenhauses. Bettgitter gelten als überholt. Fixiergurte sind würdelos und nicht ohne Weiteres statthaft, um das Verletzungsrisiko zu senken. Stattdessen sollen „Niederflurbetten“ gezielt vor Stürzen schützen und werden nun in der Geriatrie-Station (Behandlung von Alterserkrankungen) eingesetzt.

Diese Betten fahren bei Bedarf elektronisch von 84 Zentimetern Höhe auf bis zu 28 Zentimeter über dem Boden herunter. Für die Anschaffung von 30 dieser Betten investierte die Korbacher Klinik 80.000 Euro. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit im Bedarfsfall Matten zur Polsterung an beiden Seiten des Bettes zu platzieren, um das Verletzungsrisiko weiter zu senken.

Insbesondere Demenz-Patienten sind häufig in der ungewohnten Umgebung eines Krankenhauses sehr unruhig. „Nicht selten wachen sie nachts auf, wollen aufstehen und nach Hause gehen“, erläutert Gerlinde Stremme von der Pflegedienstleitung. Bei einem wenige Zentimeter über dem Boden liegenden Bett sind Sturzverletzungen kaum möglich. Zudem erschwere die tiefe Liegeposition das Aufstehen aus dem Bett. „Patienten versuchen dann oft gar nicht mehr alleine aufzustehen, sondern rufen eher nach einer Krankenschwester“, berichtet Stremme. „So können wir uns gezielt um die Patienten kümmern und sie durch professionelle Zuwendung beruhigen.“

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